4:1 – Aubameyang glänzt als Matchwinner

Borussia Dortmund steht in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals. Mit 4:1 gewann die Klopp-Elf vor 37.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena gegen Drittligist Stuttgarter Kickers. Dabei avancierte Pierre-Emerick Aubameyang mit zwei Treffern und einem Assist zum schwattgelben Matchwinner. Die weiteren Tore für den BVB, bei dem Marco Reus überraschend sein Startelf-Comeback feierte, erzielten Henrikh Mkhitaryan und Neuzugang Adrian Ramos. Allerdings spiegelt das Ergebnis nicht die wahren Kräfteverhältnisse wieder, denn der drittklassige Underdog bot dem deutschen Vizemeister über nahezu 80 Minuten einen Kampf auf Augenhöhe.


Mkhitaryans 1:0

Im Gegensatz zum drei Tage zuvor großartig herausgespielten 2:0-Sieg über Bayern München, hatte Borussia diesmal über die gesamte Spielzeit große Probleme im Spielaufbau und machte sich das Leben durch einfache und völlig unnötige Ballverluste selbst schwer. Das allerdings lag auch an den engagiert und aggressiv pressenden Gastgebern, die Dortmunds Defensivverbund mit schnellem Umschaltspiel ein ums andere Mal in große Turbulenzen stürzte.

Mitch Langerak, der Weidenfeller wie schon im Supercup-Finale im Dortmunder Tor vertrat, mußte einige Male bei Großchancen der Stuttgarter sein ganzes Können unter Beweis stellen. Zwar blitzte das so gefürchtete Kombinationsspiel des BVB zwischenzeitlich auf, doch fehlte es den finalen Pässen meistens an Timing und Genauigkeit.

Aubameyangs 2:0

Letztlich verdankte Borussia den am Ende doch noch standesgemäßen Sieg sowohl der individuellen Klasse einiger seiner Protagonisten als auch der schwachen Chancenverwertung der Kickers. Bis zu Aubameyangs fast schon erlösendem 3:1 in der 78. Minute schnupperten die drittklassigen Stuttgarter jedenfalls an der durchaus möglichen Sensation.

Neben Matchwinner Aubameyang konnten beim BVB lediglich Torhüter Langerak sowie Henrikh Mkhitaryan und mit Abstrichen auch Lukasz Piszczek (zwei Assists) überzeugen. Neuzugang Ramos zeigte sich zwar durchaus engagiert, blieb jedoch weitestgehend unauffällig. Sein Tor zum 4:1 dürfte aber helfen, den weiteren Integrationsprozess des Kolumbianers zu beschleunigen.

Ramos trifft zum 1:4

Neben dem Erreichen der nächsten Pokalrunde gab es für den BVB noch einen weiteren Grund zur Freude. Nur 71 Tage nach seiner im Länderspiel gegen Armenien erlittenen Syndesmosebandverletzung gab Marco Reus sein überraschend schnelles Comeback.

Logischerweise merkte man dem Nationalspieler sowohl Trainingsrückstand als auch fehlende Spielpraxis noch deutlich an. Aber im Hinblick auf den bevorstehenden Bundesligastart gegen Bayer Leverkusen lieferte sein Startelf-Einsatz wichtige Erkenntnisse bezüglich des Fitnesszustands des Nationalspielers. Fazit: Test bestanden. Mit Marco Reus muß ab sofort wieder gerechnet werden.

In diesem Sinne verbleibe ich mit schwattgelben Grüßen   –   NUR  DER  BVB  !!

(Fotos: kicker)

 

DIE STATISTIK

Stuttgarter Kickers: Redl – Leutenecker, Stein, Fennell, Baumgärtel – Halimi, Marchese, Braun – Müller, Soriano, Edwini-Bonsu – Soriano

Borussia Dortmund: Langerak – Piszczek, Subotic, Sokratis, Durm – Jojic, Kirch – Aubameyang, Reus, Mkhitaryan – Ramos

Einwechselungen: 62. Calamata für Soriano, 81. Badiane für Müller – 57. Kehl für Reus, 83. Großkreutz für Mkhitaryan, 90.+1 Bender für Kirch

Tore: 0:1 Mkhitaryan (30., Piszczek), 0:2 Aubameyang (55.), 1:2 Edwini-Bonsu (60., Soriano), 1:3 Aubameyang (78., Piszczek), 1:4 Ramos (89., Aubameyang)

Schiedsrichter: Sippel (München)

Gelbe Karten: – Mkhitaryan, Ramos

Zuschauer: 37.000

HIER SPRICHT KLOPPO

„Wir stehen am Ende der Vorbereitung, der Gegner ist schon mitten in der Saison. Der Supercup hat weder bei uns noch bei den Bayern ins Programm gepasst. Doch nächste Woche sind wir ein Stück weiter und auch frischer.

Miki und Auba sind herausragende Fußballer. Bei ihnen sieht man, dass eine Sommerpause und eine normale Vorbereitung gut tun. Auba hat unsere Spielweise gefressen, ist im Spiel gegen Ball stärker geworden und immer heiß auf Tore. Das 2:0 hat er überragend gemacht. Letzte Saison wäre ihm das wohl noch nicht gelungen. Manchmal muss man eben etwas länger lernen.

Marco ist seit anderthalb Wochen wieder im normalen Training. Irgendwann muss man anfangen, ihn in die Wettbewerbssituation zu bringen. Wenn du Marco trainieren siehst, musst du mit dem Klammerbeutel gebügelt sein, wenn du nicht darüber nachdenkst, ihn spielen zu lassen. Jetzt ist er 60 Minuten weiter. Das war eine ganz wichtige Belastung für ihn.“

 

MEINE BVB-NOTEN

Langerak (2), Piszczek (3), Subotic (4), Sokratis (4), Durm (4), Kirch (3,5), Jojic (4,5), Aubameyang (2), Reus (3,5), Mkhitaryan (2,5),Ramos (4), Kehl (3), Großkreutz (-), Bender (-).

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3:0 – BVB deklassiert die Bayern

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage hat Borussia Dortmund mit einer taktischen Meister- und einer überragenden Teamleistung eine der besten Vereinsmannschaften der Welt deutlich und verdient besiegt. Der 2:0-Gala gegen Real Madrid vom vergangenen Dienstag ließen die Schwattgelben einen 3:0-Erfolg beim bereits als Meister feststehenden FC Bayern München folgen. Damit gelang dem BVB in Jürgen Klopps 200. Bundesligaspiel als Borussen-Coach eindrucksvoll die Revanche für die 0:3-Hinspielniederlage. Vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz-Arena erzielten Mkhitaryan, Reus und Hofmann die Tore zum auch in der Höhe verdienten Sieg der Borussia.

Mkhitaryans 1:0 für Borussia (Foto: kicker)

PERSONAL

Gegenüber dem Spiel gegen Real Madrid stellte Jürgen Klopp die Mannschaft auf einigen Positionen um und lag mit der Personalauswahl (und der damit verbundenen taktischen Ausrichtung) einmal mehr goldrichtig. Piszczek, Friedrich, Jojic, Kirch und Lewandowski erhielten eine Verschnaufpause. Statt ihrer rückten Sokratis, Sahin, Kehl, Hofmann und Aubameyang ins Team.

SPIELVERLAUF

Borussia ließ die Gastgeber von Beginn an nicht ins Spiel kommen. Durch aggressives Pressing und permanentes „Doppeln“ hielten die Schwattgelben die durch ihre extrem hohe Ballbesitzquote optisch überlegenen Bayern in Schach. Zunächst konnte Dortmund mit den durch erzwungene Bayern-Fehler verursachten Balleroberungen nur wenig anfangen. Torchancen blieben hüben wie drüben Mangelware. Mit der ersten wirklich gefährlichen Aktion ging Borussia in der 20. Minute in Führung. Einen Einwurf von Hofmann leitete Aubameyang weiter zu Reus, der mit einem klugen Pass den freistehenden Mkhitaryan bediente. Anders als gegen Madrid machte es der Armenier diesmal besser und schlenzte das Leder vorbei an Neuer ins Bayern-Tor. Kurz darauf scheiterte Aubameyang mit einem Distanzschuß am Münchner Nationalkeeper. Danach passierte vor beiden Toren bis zur 42. Minute nichts mehr. So lange dauerte es, bis die Bayern zu ihrer ersten (!!!) Torchance kamen. Mandzukic scheiterte jedoch mit einem Seitfallschuß aus gut zehn Metern am aufmerksamen Weidenfeller.

Großkreutz hatte Ribery gut im Griff (Foto: kicker)

Nach dem Seitenwechsel (Räder ersetzte den angeschlagenen Neuer im Bayern-Kasten) bot sich den Zuschauern das gleiche Bild wie im ersten Durchgang. Dortmund unterband mit viel taktischer Disziplin und brillantem Pressing jegliche Kreativität im Bayern-Spiel. Und schlug in der 49. Minute selbst eiskalt zu. Einen Angriff der Gastgeber fing Mkhitaryan am eigenen Strafraum ab, setzte zu einem unwiderstehlichen Tempo-Dribbling über halblinks an und bediente den auf rechts mitgelaufenen Aubameyang mit einem Traumpaß. Dieser leitete weiter zum nachgerückten Marco Reus, der den Ball aus ca. zwölf Metern zum 2:0 für den BVB versenkte. Damit nicht genug. Ehe sich die Münchner von dieser kalten Dusche erholen konnten, sorgte Borussia in der 56. Minute für die Vorentscheidung. Einen langen Paß von Sokratis netzte Jonas Hofmann mit einem sehenswerten Schuß zum 3:0 für die Schwattgelben ein.

Danach schien der BVB seinem kraftraubenden Spiel Tribut zollen zu müssen. Bayern kam in kurzer Folge zu einigen – jedoch nicht wirklich zwingenden – Möglichkeiten durch Mandzukic (71.), Schweinsteiger (72.) und Dante (73.). Borussia fing sich jedoch wieder und fand in der Folge zu defensiver Sicherheit zurück. Einem Treffer von Mandzukic wurde völlig zu Recht wegen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert (83.). Das Spiel wäre ohne weitere Höhepunkte zu Ende gegangen, wenn nicht einmal mehr Rafinha für einen negativen Höhepunkt gesorgt hätte. Der Brasilianer sah wegen einer klaren Tätlichkeit an Mkhitaryan in der Nachspielzeit völlig zu Recht die Rote Karte. Bereits im Rückspiel der vergangenen Saison mußte Rafinha nach einem brutalen Ellenbogen-Check gegen Blaszczykowski frühzeitig duschen.

Zweikampf zwischen Alaba und Hofmann (Foto: kicker)

ANALYSE

An den Aufstellungen beider Teams war deutlich abzulesen, daß weder Pep Guardiola noch Jürgen Klopp gewillt waren, das prestigeträchtige Duell abzuschenken. Während Guardiola eine absolute A-Elf auf den Rasen schickte, schonte Klopp im Hinblick auf das Pokalspiel am Dienstag gegen Wolfsburg mit Lewandowski und Piszczek zwei absolute, aber zuletzt extrem stark beanspruchte Leistungsträger. Dennoch wurden beide Trainer ihrer Verantwortung gerecht, sowohl dem zahlenden Stadionpublikum als auch den Fans an den (weltweiten) Bildschirmen die jeweils bestmögliche Elf zu präsentieren.

Der Lohn dafür war ein Vergleich der beiden deutschen Top-Teams auf allerhöchstem Niveau. Und Real Madrid sollte sich im Vorfeld des CL-Halbfinales ein Video dieses Spiels besorgen. Denn der BVB bot eine taktische Lehrveranstaltung mit dem Thema „So besiegt man Bayern München“. Borussia zeigte wie schon gegen Wolfsburg (2:1) und Madrid (2:0) eine geschlossene Mannschaftsleistung ohne jeden Schwachpunkt und deklassierte die Guardiola-Elf durch einen Mix aus taktischer Disziplin und wirkungsvollen offensiven Nadelstichen.

Der selten geprüfte Weidenfeller verlebte einen unverhofft ruhigen Abend, strahlte aber eine souveräne Sicherheit aus. Die Innenverteidiger Sokratis und Hummels bestachen durch Kompromisslosigkeit und enorme Zweikampfstärke. Darüber hinaus leitete Hummels durch geschickt gestreute lange oder kurze Pässe immer wieder vielversprechende Angriffe seiner Mannschaft ein.

Großkreutz gegen Dante (Foto: kicker)

Auf den Seiten hatten sowohl Großkreutz und Hofmann rechts gegen Ribery als auch Durm und Mkhitaryan links gegen Robben so gut wie alles im Griff. Die beiden Dortmunder „Päärchen“ ließen die Flügelzange der Bayern durch perfekte Doppelung so gut wie nie nie zur Entfaltung kommen. Darüber hinaus glänzte der eminent starke Durm mit vielen gelungenen Offensivaktionen, während sich der überragende Mkhitaryan sowohl als Torschütze als auch als effektiver und glänzender Vorlagengeber hervortat. Der Armenier eroberte zudem  viele Bälle in der eigenen Hälfte und riß mit daraus entstehenden  unwiderstehlichen Tempo-Dribblings immer wieder Löcher in die Abwehr des Rekordmeisters.

Gegen Real nur Zuschauer – gegen die Bayern dafür mit frischen Kräften machten Sahin und Kehl als mittlerweile bewährtes Sechser-Duo das zentrale Mittelfeld dicht und sorgten für die entscheidende Balance zwischen Offensive und Defensive im Spiel des BVB.

Als absoluter Volltreffer entpuppte sich Klopps Schachzug, Marco Reus im zentalen offensiven Mittelfeld als hängende Spitze zu positionieren. Der Nationalspieler taute nach anfänglichen Problemen immer mehr auf und war an sämtlichen spielentscheidenden Aktionen beteiligt. Reus war von der Bayern-Abwehr nie unter Kontrolle zu bekommen. Seine Entschlossenheit, Kreativität und Explosivität färbte diesmal auch positiv auf den zuletzt völlig ohne Form spielenden Aubameyang ab. Der Gabuner zeigte sich sowohl in punkto Körpersprache als auch läuferisch und kämpferisch deutlich verbessert – und belohnte sich selbst mit den Vorarbeiten zu zwei Dortmunder Treffern.

Hofmanns 3:0 für den BVB (Foto: kicker)

Bemerkenswert auch, daß alle drei Dortmunder Tore fielen, als Robert Lewandowski noch gar nicht im Spiel war. Der BVB trat somit den Beweis an, auch ohne den polnischen Weltklasse-Torjäger durchaus zu großen Leistungen fähig zu sein.

Unter dem Strich steigerte eines der besten Dortmunder Saisonspiele nicht nur das ohnehin momentan große Selbstbewußtsein der Borussia, sondern machte die direkte Qualifiktation für die nächste CL-Saison nahezu perfekt. Bei nunmehr elf Punkten Vorsprung auf Platz vier fehlt dem BVB nur noch ein einziger Sieg. Zudem wurde der blau-weiße Nachbar aus der verbotenen Stadt auf Drei-Punkte-Distanz gehalten.

In den nächsten Tagen dürfte Regeneration bei der Borussia angesagt sein, denn schon am Dienstag Abend wartet auf die Schwattgelben das nächste Highlight. Dann kommt der VfL Wolfsburg im Pokal-Halbfinale ins Westfalenstadion. Sollte Borussia die „Wölfe“ zum zweiten Mal innerhalb von zehn Tagen bezwingen, könnte es am 17. Mai im Berliner Finale zu einem erneuten Vergleich mit dem Erzrivalen aus München kommen.

DIE STATISTIK

Bayern München: Neuer – Rafinha, Martinez, Dante, Alaba – Lahm, Schweinsteiger – Robben, Götze, Ribery – Mandzukic

Borussia Dortmund: Weidenfeller – Großkreutz, Sokratis, Hummels, Durm – Sahin, Kehl – Hofmann, Reus, Mkhitaryan – Aubameyang

Einwechselungen: 46. Raeder für Neuer, 60. Müller für Ribery, 69. Kroos für Robben – 62. Lewandowski für Hofmann, 70. Friedrich für Hummels, 76. Jojic für Aubameyang

Tore: 0:1 Mkhitaryan (20., Reus), 0:2 Reus (49., Aubameyang), 0:3 Hofmann (56., Sokratis)

Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)

Rote Karte: Rafinha (90.+1, Tätlichkeit)

Gelbe Karten: Martinez, Kroos – Hofmann, Mkhitaryan

Zuschauer: 71.000 (ausverkauft)

 

HIER SPRICHT KLOPPO

„Wir hätten die fünf Tore gegen Real und Bayern etwas besser verteilen sollen. Am Ende war es eine außergewöhnliche Woche, in der wir Real Madrid und Bayern München geschlagen haben – und das in einer phantastischen Art und Weise. Vielleicht fehlte der eine oder andere Prozentpunkt beim Gegner, weil er schon Deutscher Meister ist. Wir hatten viel vor und konnten das meiste davon sogar umsetzen. Das war harte Arbeit heute, brutal harte Arbeit.

Die drei Punkte tun uns jedenfalls sehr gut. Dadurch, dass Punkte gegen Bayern für jede Mannschaft Bonuspunkte sind, bin ich froh, dass wir uns drei davon schnappen konnten.

Bis Dienstag wird es nun kein Training geben. Wir trainieren schon lange nicht mehr. Es gibt nur noch erweiterte Regeneration und ein bisschen Abschlusstraining am Montag. Das, was wir heute anders gemacht haben, konnten wir auch nicht trainieren, sondern der Mannschaft nur erzählen. Immerhin konnten wir heute erstmals seit längerer Zeit reagieren und vier frische Leute bringen.

Wir haben die Mannschaft nach Madrid drei Tage in Ruhe gelassen und uns erst heute gemeinsam mit Bayern München beschäftigt. Es ist für uns immer ein Spiel des Jahres, gegen die beste Mannschaft der Welt anzutreten. Deshalb habe ich mir auch keine Gedanken gemacht, jemanden draußen zu lassen. Lewi ist unser Vielspieler, bei ihm musste es mal sein. Pizszu war ein halbes Jahr verletzt, auch für ihn war es mal an der Zeit zu pausieren. Mats hat selber entschieden, dass er spielen wird.“

MEINE BVB-NOTEN

Weidenfeller (2), Großkreutz (2), Sokratis (2), Hummels (1,5), Durm (1,5), Sahin (2,5), Kehl (2,5), Hofmann (2,5), Reus (1), Mkhitaryan (1), Aubameyang (2,5), Lewandowski (-), Friedrich (-), Jojic (-)

Mit Mut und Optimismus ins „Bernabeu“

Während der offiziellen Pressekonferenz zum Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Real Madrid war Jürgen Klopp und Marco Reus die Vorfreude auf das bevorstehende Duell mit den „Königlichen“ regelrecht anzumerken. „Wir sollten nicht soviel über Real Madrid sprechen, sondern unseren BVB-Fußball spielen. Dann haben wir alle Chancen“, zeigte sich der sonst eher zurückhaltende Reus durchaus offensiv und selbstbewußt. Und auch Jürgen Klopp demonstrierte durchaus glaubwürdig seinen bestehenden Optimismus.

Die Ausgangssituation vor den beiden Viertelfinal-Partien ist klar. Real Madrid, neben Bayern München der absolute Top-Favorit auf den diesjährigen CL-Titel, geht als ebenso klarer Favorit in das erneute Duell mit dem BVB. Doch die Madrilenen haben großen Respekt vor den Schwattgelben. In der vergangenen Saison gab es den Vergleich zwischen beiden Teams gleich viermal. Und sowohl in der Gruppenphase (2:1, 2:2) als auch im Halbfinale (4:1, 0:2) setzte sich Borussia in der Summe jeweils beider Spiele gegen die mit Weltstars gespickten „Königlichen“ durch.

Die Vorzeichen gegenüber dem Vorjahr haben sich allerdings ein wenig geändert. Während Borussia Dortmund mit Mario Götze einen absoluten Top-Star an Bayern München verlor, rüstete Real Madrid seinen Kader u.a. mit dem 100-Mio.-Euro-Mann Gareth Bale von den Tottenham Hotspurs auf. Und auch die momentan aktuelle Personalsituation spricht klar für die Spanier. Aus der Dortmunder Elf, die Madrid im Vorjahres-Halbfinale mit 4:1 aus dem Westfalenstadion ballerte, stehen mit Weidenfeller, Hummels, Piszczek und Reus im diesjährigen Viertelfinal-Hinspiel nur noch vier Spieler auf dem Rasen. Real Madrid muß aus dem aktuellen Luxus-Kader lediglich auf Abwehrspieler Marcelo und den deutschen Nationalspieler Khedira verzichten. Bei Borussia fehlen neben Lewandowski, der im Vorjahr gegen Real in der Summe fünfmal traf, mit Subotic, Blaszczykowski, Schmelzer und Bender vier weitere absolute Leistungsträger und mit Gündogan der Schlüsselspieler schlechthin.

CL 2012/13: Lewandowski, Hummels gegen Casillas

Während Gündogans Ausfall bereits die gesamte Saison über fast schon überragend kompensiert wird, ist die spannendste Frage im Vorfeld des Spiels jene, wie Jürgen Klopp den gelbgesperrten Robert Lewandowski zu ersetzen gedenkt. Aus einigen sich bietenden Optionen deutet vieles darauf hin, daß der BVB-Coach den Ausfall des polnischen Weltklassestürmers mit der Nominierung einer „falschen Neun“ versuchen wird zu kompensieren. Bleibt die Frage: Aubameyang oder Reus? Vieles deutet auf Aubameyang als alleinige Sturmspitze hin. Aufgrund seiner Schnelligkeit und Torgefahr ist der Gabuner vielleicht sogar für diese Position prädestiniert. Außerdem kommen seine offensichtlichen Defensiv-Mängel hier weniger zum Tragen als auf der Außenposition im Mittelfeld.

Italienischer Erfolgscoach: Reals Ancelotti

So oder so – oberstes BVB-Gebot im „Estadio Bernabeu“ dürfte sein, die Ruhe zu bewahren. Konzentriertes und kompaktes Defensivverhalten der kompletten Mannschaft (ohne sich zu „verstecken“) sowie ein Roman Weidenfeller in Top-Form werden dringend erforderlich sein, die überragende Real-Offensive einigermaßen in Schach zu halten. Gelingt es den Borussen dann noch, mit gezielten und entschlossenen Kontern einige Nadelstiche zu setzen, ist für den BVB auch beim Top-Favoriten alles drin. Auf jeden Fall aber ein Ergebnis, das für das Rückspiel im Westalenstadion alle Chancen auf den Einzug ins Halbfinale offen lässt.

Mein Tipp: Der BVB wird – wie schon so oft – allen Wirdrigkeiten trotzen und dem Top-Favoriten Paroli bieten – 2:2!

Die möglichen Aufstellungen:

Real: Casillas – Carvajal, Pepe, Sergio Ramos, Fabio Coentrao – Modric, Xabi Alonso, di Maria – Bale, Benzema, Cristiano Ronaldo.

BVB: Weidenfeller – Piszczek, Sokratis, Hummels, Durm – Sahin, Kehl – Großkreutz, Mkhitaryan, Reus – Aubameyang.

Mit „falscher Neun“ gegen Real?

Fünf Nationalspieler und absolute Leistungsträger fehlten Borussia Dortmund zuletzt. Die Ausfälle von Subotic, Blaszczykowski, Bender, Gündogan und Schmelzer konnten mit der vorhandenen Kaderbreite relativ gut kompensiert werden. Beim CL-Viertelfinal-Hinspiel bei Real Madrid steht Jürgen Klopp aber vor einer besonderen Herausforderung. Denn ausgerechnet bei den „Königlichen“ fällt zusätzlich mit Robert Lewandowski der einzige Klasse-Stürmer der Borussia gelbgesperrt aus. Trotz allem bietet auch hier das noch vorhandene Personal dem BVB-Coach einige „brauchbare“ Optionen.


Gegen Real „falsche Neun“? Marco Reus

Ein neuer Begriff hat sich seit einiger Zeit in der Fußballer-Sprache zu einem echten „Modewort“ entwickelt – die „falsche Neun“. Bayern München und auch die deutsche Nationalmannschaft bedienen sich dieser taktischen Möglichkeit seit geraumer Zeit. Der Ex-Dortmunder Mario Götze oder auch Thomas Müller sind die Prototypen dieser in den taktischen Planspielen vieler Trainer mittlerweile zum Standard-Repertoire gehörenden „neuen“ Position.

Während der klassische Mittelstürmer alter Prägung vornehmlich auf Abschlußmöglichkeiten im gegnerischen Strafraum lauert, bezeichnet Die „falsche Neun“ einen Spieler, der diesen klassischen Mittelstürmer ersetzt. In der taktischen Ausrichtung spielt der „falsche Neuner“ als einzige nominelle, sich immer wieder zurückfallen lassende Spitze. Er schafft damit gleichzeitig sowohl eine Überzahl im Mittelfeld als auch freie Räume für andere nachrückende Offensivspieler. Die „falsche Neun“ ist quasi eine Art Bindeglied zwischen Mittelfeld und Angriff. Robert Lewandowski z.B. ist aufgrund seiner überragenden fußballerischen Klasse einer der ganz wenigen Stürmer, der beide Varianten in sich vereint.

Gut möglich, daß BVB-Coach Jürgen Klopp – mangels gleichwertiger Alternativen zum gesperrten Lewandowski – im CL-Viertelfinal-Hinspiel bei Real Madrid ebenfalls auf eine Taktik mit „falscher Neun“ zurückgreift. Marco Reus etwa wäre für diese Position prädestiniert. Auch Pierre-Emerick Aubameyang aufgrund seiner Schnelligkeit und Torgefahr oder Jonas Hofmann mit seinen technischen Fähigkeiten könnte man sich als „falsch Neun“ in der Dortmunder Offensive vorstellen.

Eine Option als „falsche Neun“: Pierre-Emerick Aubameyang

Kaum vorstellbar ist jedenfalls, daß Klopp versuchen wird, seinen polnischen Weltklasse-Stürmer quasi „eins zu eins“ zu ersetzen. Zwar stehen in Borussias Kader mit Julian Schieber und Marvin Ducksch zwei „echte“ Mittelstürmer. Doch gilt es als so gut wie ausgeschlossen, daß Klopp ausgerechnet im Hexenkessel „Bernabeu-Stadion“ einem der beiden von Beginn an das Vertrauen schenken wird. Schieber fehlt einfach die nötige internationale Klasse, während für den hochtalentierten Ducksch ein Startelf-Einsatz auf dem höchsten Niveau, das der Welt-Fußball zu bieten hat, wohl noch etwas zu früh kommt.

Allerdings ist Jürgen Klopp immer für Überraschungen gut. Es ist also nicht komplett ausgeschlossen, daß er mit einer Nominierung von Schieber oder Ducksch für einen eventuellen „Überraschungsmoment“ beim Gegner sorgen wird. Und somit wird es bis kurz vor Spielbeginn sowohl für Real Madrids Trainer Ancelotti als auch für die BVB-Fans ein Rätselraten geben, für welche Variante sich Dortmunds Coach letztendlich entscheidet.

Eines aber ist gewiss – auch ohne Lewandowski ist Borussia Dortmund gegen jeden Gegner für ein Auswärtstor gut. Vielleicht entpuppt sich das Bernabeu-Stadion ja als Geburtsstunde eines „BVB-Helden“, an den heute noch niemand denkt.

Aubameyang bricht den Bann!

Dank seiner beiden Neuzugänge Pierre-Emerick Aubameyang und Henrikh Mkhitaryan gewann Borussia Dortmund sein Zweitrunden-Spiel in der Münchner Allianz-Arena vor 71.000 Zuschauern (ausverkauft) gegen 1860 München mit 2:0 n.V. und zog hochverdient ins Achtelfinale des DFB-Vereinspokals ein.

Die Geschichte dieses Spiels ist eigentlich schnell erzählt. Man braucht sich nur die Torschußstatistik anschauen. 39:2 (!!!!) für Schwarz-Gelb! Oder die Eckball-Statistik: 18:1 (!!!) für den BVB. Und da Zahlen meist nicht lügen, spricht auch die Ballbesitzstatistik mit 73:27 klar und eindeutig für Dortmund. Und nicht zu vergessen, die fünf Aluminiumtreffer des BVB. Doch ganz so klar, wie diese Zahlen es belegen, war der Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals dann leider doch nicht.

Denn Borussia, bei denen neben den Langzeitverletzten lediglich Marcel Schmelzer nicht eingesetzt werden konnte, belagerte zwar permanent das Tor des mit allen Spielern leidenschaftlich verteidigenden Zweitligisten. Doch etwas Zählbares wollte dabei einfach nicht herausspringen. Zwei große Chancen in Durchgang eins blieben ungenutzt (Reus, Lewandowski) – und um ein Haar wäre dem BVB seine große Schwäche bei gegnerischen Standards zum Verhängnis geworden. Denn beim einzigen Eckball der „Löwen“ in der 37.Minute köpfte 1860-Verteidiger Dominik Stahl völlig freistehend aus fünf Metern am diesmal von Mitch Langerak gehüteten Dortmunder Tor vorbei. Allein diese Szene hätte den Spielverlauf konterkarieren und auf den Kopf stellen können.

Spielte für Subotic und spielte stark: Sokratis (hier gegen Kiraly)

Im zweiten Durchgang erhöhte Borussia nochmal das Tempo und den Druck und kam fast im Minutentakt zu Torabschlüßen. Die größten Chancen boten sich dabei Blaszczykowski (49., Latte), Lewandowski (57., freistehend aus fünf Metern), nochmal Blaszczykowski (65.) sowie Marco Reus (zwei Aluminiumtreffer in der 87. und 93.Minute). Die gut 13.000 BVB-Fans in der Allianz-Arena waren der Verzweiflung nahe. Einzige Möglicheit der Löwen in den zweiten 45 Minuten war ein Schuß von Lauth, der Langerak jedoch vor keine größeren Probleme stellte (75.). Schließlich ging es torlos 0:0 in die Verlängerung.

Hier änderte sich gegenüber den neunzig zuvor gespielten Minuten nichts. Borussia trug seine Angriffe weiter mit viel Geduld gegen die nun langsam kräftemäßig abbauenden Sechziger vor und traf nochmals durch Marco Reus in der 97. Minute die Latte des von Kiraly vorzüglich gehüteten Tores der Gastgeber. Und schließlich war es abermals Reus, der in der 105.Minute entschlossen in den Löwen-Strafraum eindrang und von Dominik Stahl zu Fall gebracht wurde. Stahl sah die rote Karte, Borussia bekam den Strafstoß. Und der kurz nach Beginn der Verlängerung eingewechselte Pierre-Emerick Aubameyang verwandelte eiskalt und sicher zur vielumjubelten Führung des BVB.

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DER BVB-WOCHENRÜCKBLICK:   JEDEN MONTAG AN DIESER STELLE!

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Die „Löwen“, die nun mit dem Mute der Verzweiflung ihre Abwehr lockerten, um vielleicht doch noch zum Ausgleichstreffer zu kommen, wurden dann in der 107.Minute endgültig „erlegt“. Einen weiten Abwurf von Langerak nahm Jonas Hofmann in großem Tempo auf und paßte das Leder mit feinem Fuß quer vor das Münchner Tor. Dort wartete Henrikh Mkhitaryan, der sowohl Kiraly als auch einen Löwen-Verteidiger ins Leere laufen ließ und zur endgültigen Entscheidung einschoß.

Sorgte für die Entscheidung: Henrikh Mkhitaryan

Fazit: Erneut bewies der BVB gegen einen extrem tief stehenden Gegner viel Geduld. In der ersten Halbzeit fehlten Dortmunds Offensivbemühungen jedoch Tempo und Durchschlagskraft. Zudem wurde das Spiel über die Außenpositionen vernachlässigt, wodurch kaum einmal ein Dortmunder bis zur Grundlinie durchbrechen und in den Rücken der massiven Löwen-Abwehr flanken konnte. Viel zu viele Angriffe wurden durch die Spielfeldmitte vorgetragen, wo es für den eng stehenden und vielbeinigen Abwehrriegel der Löwen ein Leichtes war, die Angriffswellen des BVB zu stoppen. Nach dem Wechsel klappte das besser, jedoch fast ausnahmslos über die rechte Seite (Großkreutz). Weiteres Manko der Borussia. Die Kreativität und Effizienz bei eigenen Standardsituationen.

Nichtsdestotrotz und hochverdient zog der BVB ins DFB-Pokal-Achtelfinale ein, daß am kommenden Sonntag im Rahmen der ARD-Sportschau durch Jogi Löw ausgelost wird. Vielleicht gelingt es dem Bundes-Jogi ja endlich einmal, die BVB-Fans durch ein  Heimspiel-Los positiv zu überraschen.

DIE STATISTIK

1880 München: Kiraly – Volz, Schindler, Bülow, Wojtkowiak – Stahl – Stoppelkamp, Wannenwetsch, Stark, Adlung – Lauth

Borussia Dortmund: Langerak – Großkreutz, Sokratis, Hummels, Durm – Bender, Sahin – Blaszczykowski, Mkhitaryan, Reus – Lewandowski

Einwechselungen: 112. Friend und Tomasov für Lauth und Volz – 69. Hofmann für Bender, 99. Aubameyang für Blaszczykowski, 105.+3 Schieber für Lewandowski

Tore: 0:1 Aubameyang (105., Foulelfmeter, Stahl an Reus), 0:2 Mkhitaryan (107., Hofmann)

Schiedsrichter: Weiner (Giesen), Rote Karte: Stahl (104., Notbremse), Gelbe Karten: Volz, Stark – Blaszczykowski

Zuschauer: 71.000 (ausverkauft)

STIMMEN ZUM SPIEL

Jürgen Klopp: „Man muss und kann auch schwere Spiele gewinnen. Wir haben die großen Möglichkeiten zunächst nicht genutzt und insgesamt vier Mal Pfosten oder Latte getroffen. So etwas passiert auch nicht alle Tage. Der Gegner stand sehr tief. Das ist für keine Mannschaft leicht. Wenn wir frühzeitig ein Tor geschossen hätten, hätte es möglicherweise anders ausgesehen. Die beiden Tore waren dann in ihrer Entstehung und Vollendung klasse – ich hätte sie nur gerne während der regulären Spielzeit gesehen.“

Friedhelm Funkel: „Mit der Einstellung, mit der Leidenschaft und der läuferischen Leistung meiner Mannschaft bin ich vollauf zufrieden. Sie hat das gemacht, was wir wollten: Sie hat die Borussen lange Zeit geärgert. Dass wir in der einen oder anderen Situation in den ersten 90 Minuten Glück brauchen würden, war ganz normal in so einem Spiel. Es gibt natürlich kein Vertun: Das war ein hochverdienter Sieg für Borussia Dortmund.“

Begrüßung unter Freunden: Friedhelm Funkel und Jürgen Klopp

Michael Zorc: „Es war ein Spiel mit hallenhandballähnlichen Zügen. Friedhelm Funkel hatte ganz schön Beton angerührt. Nur Benny Lauth als Stürmer vorne, und die anderen haben in zwei Vierer bzw. Fünferketten hinter dem Ball gespielt. Da haben wir uns teilweise schwer getan, unsere klaren Chancen nicht genutzt, aber am Ende verdient gewonnen. Die Verlängerung hätten wir uns natürlich gern erspart, aber so ist halt Pokal.“

Sven Bender: „Für mich war es ein besonderes Spiel, und es ist selten, dass man bei seiner Auswechselung von beiden Fanlagern gefeiert wird. Mein Respekt an die Löwen-Fans. Ärgerlich ist, dass wir jetzt bei den vielen Spielen, die wir haben, auch noch in die Verlängerung mussten. Aber das haben wir uns selbst eingebrockt. Immerhin haben wir jetzt einen Tag mehr Pause als vor diesem Spiel.“

Jonas Hofmann: „Es war schwierig, da eine Lücke zu finden. 1860 München stand seht tief, vor allem nach dem Platzverweis. Da ist es immer schwer, eine Lücke zu finden, deswegen haben wir auch so lange gebraucht. Aber es war ein verdienter Sieg. München wollte sich ins Elfmeterschießen retten, aber wir haben Moral gezeigt, sind immer wieder angelaufen haben es immer wieder versucht. Das war unsere große Stärke.“

Nuri Sahin: „Das Einzige, was wir uns vorwerfen können, ist, dass wir nicht früher das Tor gemacht haben. Ich wäre echt traurig gewesen, wenn wir hier ausgeschieden wären. Es gibt keinen verdienteren Sieger als uns.“

MEINE BVB-NOTEN

Langerak (2), Großkreutz (2,5), Sokratis (2,5), Hummels (3), Durm (3,5), Bender (3), Sahin (3), Blaszczykowski (3), Mkhitaryan (3,5), Reus (2,5), Lewandowski (4,5), Hofmann (2,5), Aubameyang (2,5), Schieber (-)

Mehr vom aktuellen BVB-Geschehen auch in meiner reviersport-Kolumne

http://www.reviersport.de/fankurve/markus-bvb-blog.html

Mit breiter Brust in die „blaue Hölle“

Ohne ihren Kapitän Sebastian Kehl, dafür aber mit breiter Brust, brach Borussia Dortmund heute zum Auftaktmatch in der Champions League nach Neapel auf. Kehl fällt aufgrund eines Bandausrisses im rechten Knöchel bis zu sechs Wochen aus. In der „blauen Hölle“ des Stadions „San Paolo“ will der BVB dennoch mit heißem Herz und kühlem Kopf seine Erfolgsserie von sieben gewonnenen Pflichtspielen am Stück ausbauen und mit einem weiteren Sieg den Grundstein für eine erfolgreiche CL-Saison legen.

Daß ausgerechnet der aus Lostopf 4 gezogene SSC Neapel für Experten nach dem BVB und noch vor Arsenal London als Gruppenfavorit gilt, ist kein Zufall.

Napolis blaue Hölle. Stadion San Paolo

Der ehemalige Klub von Diego Maradona war jahrelang von der internationalen Bühne verschwunden, spielte jedoch eine überragende vergangene Saison, an deren Ende der vielumjubelte Einzug in die Champions League sowie 73 erzielte Liga-Tore (Höchstwert in Italien) standen. BVB-Manager Michael Zorc bezeichnet die Süditaliener nicht umsonst als „mindestens zweite Kraft in Italien“. Zwar verlor der SSC mit dem Uruguayer Edison Cavani seinen absoluten Topstar und Torjäger, reagierte jedoch anschließend auf dem Transfermarkt mit den Verpflichtungen der Real-Madrid-Stars Higuain, Callejon und Albiol. Besonderes Augenmerk sollte der BVB vor allem aber auch auf den slowakischen Torjäger Hamsik werfen. Der Offensivakteur erzielte in den ersten drei Ligaspielen vier Treffer.

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MEINE ARTIKEL UND VIELE BVB-VIDEOS AUCH UNTER http://www.borussen.tv

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VON ARTIKELN UND VIDEOS ÜBER UND VON BORUSSIA DORTMUND

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Der größte Coup gelang den Klub-Verantwortlichen jedoch mit der Verpflichtung der spanischen Trainer-Ikone Rafael Benitez. Daß die Neapolitaner somit sogar als noch stärker als im Vorjahr gelten, ist auch am Tabellenbild der italienischen Serie A nach drei Spieltagen abzulesen. Mit drei Siegen und neun Punkten führt Napoli die Tabelle mit dem punktgleichen AS Rom an. Die Generalprobe für das Match gegen den Champions League-Finalisten aus Dortmund gewann Neapel mit 2:0 gegen Atalanta Bergamo. Mit Unterstützung der als extrem heißblütig geltenden Fans will Napoli unter allen Umständen die ersten CL-Heimpunkte gegen den BVB einfahren.

Neuer Coach bei Neapel: Rafael Benitez

Das alles nötigt Mannschaft, Trainer und Verantwortlichen von Borussia Dortmund zwar großen Respekt ab. Mit schlotternden Knien wird Borussia den Trip an den Fuß des Vesuvs jedoch nicht angetreten haben. Dennoch sind sich alle beim BVB einig, daß das erste gleichzeitig auch das schwierigste aller Gruppenspiele werden könnte. Außerdem ist Borussias Brust mindestens genauso breit wie die der Italiener. Nach der furiosen 6:2-Bundesliga-Gala gegen den Hamburger SV strotzen die Schwattgelben vor Selbstvertrauen, ohne dabei jedoch die Bodenhaftung zu verlieren. Das belegen die durchaus selbstkritischen Aussagen aller Borussen nach dem samstäglichen Spektakel gegen die völlig überforderten Gäste aus der Hansestadt. Allen Beteiligten war klar, daß man sich speziell im Defensivverhalten und bei gegenrischen Standards erheblich steigern muß, will man im Stadio „San Paolo“ bestehen.

Mit welchem Personal Jürgen Klopp diese erste internationale Bewährungsprobe der neuen Saison angehen wird, hängt nicht zuletzt davon ab, ob der aus dem HSV-Spiel leicht lädierte Henrikh Mkhitaryan einsatzfähig sein wird. Klopp ist dafür bekannt, nur Akteure von Beginn an einzusetzen, die wirklich zu hundert Prozent wettkampffähig sind. Ebenso unklar ist noch der Einsatz von Jakub Blaszczykowski. Der Pole konnte gegen den HSV nicht spielen, trainiert aber seit Montag wieder mit der Mannschaft.

Hat auch in Neapel wieder „ein bisschen was vor“: Jürgen Klopp

Jürgen Klopps Kollege Rafael Benitez ist bezüglich seiner Aufstellung eher ein Buch mit sieben Siegeln. Der Spanier ließ in bisher allen Pflichtspielen der jungen Saison eine andere Startformation auflaufen. Benitez, der normalerweise in einem 4-2-3-1-System agieren läßt, gilt als Rotations-Liebhaber, was es seinen gegnerischen Kollegen nicht immer einfach macht, sich auf die von ihm trainierten Mannschaften taktisch einzustellen.

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DER BVB-WOCHENRÜCKBLICK:  JEDEN MONTAG AN DIESER STELLE

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Da der BVB jedoch ohnehin nicht dafür bekannt ist, sich mit seiner Auf- und Einstellung am Gegner zu orientieren, könnte es durchaus sein, daß die Elf, die den Hamburger SV in so beeindruckender Art und Weise demontierte, auch in Neapel beginnen wird. Nicht überraschen würde es jedoch, sollte Sokratis den Vorzug vor dem gegen Hamburg indisponierten und leicht angeschlagenen Neven Subotic erhalten. Ebenso möglich erscheint, daß „Kuba“ Blaszczykowski für Aubameyang in die Anfangsformation rotiert.

Übrigens: Was für die meisten Gastmannschaften in Neapel als Nachteil gelten könnte, sind die oben bereits erwähnten und als extrem heißblütig und fanatisch geltenden Napoli-Fans. Für viele Gegner des SSC erscheint die Stimmung im Stadion „San Paolo“ mit seinen 60.000 Plätzen als beeindruckend und respekteinflößend. Den BVB wird das jedoch eher motivieren als beeindrucken, sind die Schwattgelben doch eine solche Stimmung aus dem fast permanent ausverkauften Dortmunder Westfalenstadion gewohnt, daß zudem fast 20.000 Zuschauer mehr an Fassungsvermögen aufweisen kann.

Brandgefährlich: Marek Hamsik

Der Schlüssel zu einem hoffentlich real werdenden BVB-Erfolg wird auf jeden Fall in einem kompakten Defensiv-Verhalten der Schwattgelben liegen. Borussia wird unter allen Umständen ihre gefürchtete Pressing-Maschine anwerfen müssen. Schnelle Balleroberung und noch schnelleres Umschaltspiel könnten die als nicht wirklich sattelfest geltende Abwehr der Italiener vor riesige und unlösbare Probleme stellen. Zu einem Schlüsselspieler kann dabei Nuri Sahin werden, in dessen Haupt-Aufgabengebiet es ohnehin und diesmal im Speziellen liegt, Ballgewinne im Zentrum mit blitzschnellen und klugen Pässen in effektive Angriffe zu verwandeln. Gleichzeitig sollte Borussia dringend versuchen, gegnerische Standards zu vermeiden. Benitez wird dies längst als großen Schwachpunkt des BVB erkannt haben und seine Spieler dazu animieren, Eckbälle und vor allem Freistöße in Dortmunder Strafraumnähe zu provozieren.

Definitiv wird der SSC Neapel der erste wirklich große Prüfstein für die Mannschaft von Jürgen Klopp. Der BVB, der bisher mit atemberaubendem Tempo durch die Bundesliga rast, wird nach dem Auftritt im Stadion „San Paolo“ besser einschätzen können, wie der aktuelle Leistungsstand tatsächlich zu bewerten ist. Denn bei aller Euphorie gilt es zu bedenken, daß Borussias bisherige nationale Gegner keine Mannschaften der Kategorie „Top-Niveau“ darstellten. Den Beweis, selbst wirklich „top“ zu sein, muß der BVB nun in Neapel antreten! Das wird den Schwattgelben aber gelingen. Dortmund siegt mit 2:1! Auf geht´s Borussia!

Die mögliche BVB-Aufstellung:

Weidenfeller – Großkreutz, Subotic (Sokratis), Hummels, Schmelzer – Bender, Sahin – Aubameyang (Blaszczykowski), Mkhitaryan, Reus – Lewandowski

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http://www.reviersport.de/fankurve/markus-bvb-blog.html

Grandioser BVB zerlegt HSV mit 6:2!

Tolle Fußballspiele hat das Westfalenstadion schon massenhaft erlebt. Für das, was die schwattgelben Akteure jedoch an diesem Abend gegen den Hamburger SV auf den Rasen zauberten, gehen einem fast die Superlative aus. Champagner-Fußball mit durchgedrücktem Gaspedal, Vollgasfußball von der ersten bis zur letzten Minute. Der BVB bot beim 6:2 eine Fußball-Gala vom Allerfeinsten und zerlegte einen am Ende bemitleidenswerten Hamburger SV in seine Einzelteile. Außerdem stellte Borussia mit dem fünften Sieg im fünften Spiel einen neuen vereinseigenen Startrekord auf und grüßt weiterhin von der Tabellenspitze der Bundesliga.

Beim BVB mußte Jürgen Klopp auf den angeschlagenen Jakub Blaszczykowski verzichten. Für den Polen rückte Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang in die Startformation der Dortmunder. Klopps Kollege Torsten Fink bot drei Innenverteidiger auf, die bei gegnerischem Ballbesitz von den beiden sonst hochstehenden Außenverteidigern unterstützt werden und sich zu einerFünferkette formieren sollten.

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Das hinderte den BVB jedoch nicht, von Beginn an das Heft des Handelns zu übernehmen. Die Borussia hatte von der ersten Minute an den Fuß auf dem Gaspedal, trug ihre Angriffe quasi im Minutentakt leidenschaftlich und mit extrem hohem Tempo vor. Aubameyang und der starke Mkhitaryan sorgten mit einem Doppelschlag für die verdiente 2:0-Führung. Hamburg konnte sich bei seinem überragenden Torhüter Adler bedanken, daß man überhaupt noch „im Spiel“ war, als Lam mit einem Distanzschuß wie aus heiterem Himmel das Anschlußtor gelang. Dortmund zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und hätte die knappe 2:1-Führung schon vor der Halbzeit in ein vorentscheidendes und deutlicheres Ergebnis ausbauen müssen. 13:1 Torschüsse konnten bis zur Halbzeit für die Schwattgelben notiert werden.

Zwei Tore, zwei Vorlagen: Aubameyang (Foto: RuhrNachrichten)

Sagenhafte 32:4 (!!!!!!!) Torschüsse insgesamt, darunter drei Aluminium-Treffer, produzierte das schwarzgelbe Fußball-Ensemble und mußte paradoxerweise doch bis zur 65. Minute um den hochverdienten Sieg bangen. Denn nach dem überraschenden Ausgleich des HSV kurz nach der Halbzeit durch Westermann (nach einer Standard-Situation – wie könnte es anders sein?) stand es bis zu diesem Zeitpunkt 2:2 und das vom BVB bis dahin in berauschendem Einbahnstraßen-Format gestaltete Spiel stand auf derKippe. Die Gäste aus der Hansestadt schienen dem hochüberlegenen Gastgeber den Zahn gezogen zu haben. Und kurzzeitig verlor Borussia tatsächlich den Faden, schüttelte sich schließlich einige Minuten um dann doch wieder zurück ins Spiel zu finden.

Weltklasse: Marco Reus gegen Arslan (Foto: RuhrNachrichten)

Pierre-Emerick Aubameyang spielte in der ominösen 65. Minute zum zweiten Male an diesem denkwürdigen Abend den Dosenöffner für seine Farben, als er Rene Adler im HSV-Tor zum zweiten Male überwinden konnte. „Aubames“ insgesamt fünfter Saisontreffer lenkte das Spiel wieder in die richtige Richtung und in die hochverdiente schwattgelbe Erfolgs-Bahn. Denn im Anschluß daran brachen bei den Hamburgern alle Dämme und Borussia spielte die Gäste in berauschender Art und Weise in Grund und Boden. Vor allem nutzten die Dortmunder nun endlich einige der unzähligen sich bietenden Torchancen. Die immer wieder in höchstem Tempo wie eine gewaltige Druckwelle aufs HSV-Tor zurollenden Angriffe des BVB fanden nun in Lewandowsi (zweimal) und dem alles überragenden Marco Reus ihre eiskalten Abnehmer und verwandelten das mit 80.645 Zuschauern einmal mehr ausverkaufte Westfalenstadion in ein Tollhaus.

Das deutliche Endergebnis war für die Gäste letztlich sogar noch schmeichelhaft. Hamburg hatte es allein dem teils hanebüchenen und fahrlässigen Umgang der Borussia mit den eigenen Torchancen zu verdanken, daß es am Ende nicht zu einem zweistelligen Ergebnis kam.

Das 2:0 durch Mkhitaryan (Foto: Ruhr Nachrichten)

Bei den überragend aufspielenden Dortmundern griff an diesem Abend ein Rädchen ins andere. Der erdrückenden Offensiv-Power des BVB hatte Hamburg außer seinem Torhüter Rene Adler über die gesamte Spielzeit kaum etwas entgegenzusetzen. Ein Spieler jedoch ragte beim BVB heraus und muß einfach gesondert erwähnt werden, ohne damit die Leistung der anderen Schwattgelben zu schmälern. Marco Reus bot eine absolute Weltklasse-Leistung. Der Nationalspieler war an fast allen Angriffen der Borussia beteiligt, großartig unterstützt von Sahin, Mkhitaryan und Aubameyang, später auch von Lewandowski. Weiter erwähnenswert auch, daß der zuvor stark in der Kritik stehende Mats Hummels sich enorm verbessert präsentierte und rechtzeitig vorm ersten Champions League-Auftritt den Weg aus der Leistungsdelle gefunden zu haben scheint.

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DER BVB-WOCHENRÜCKBLICK AM MONTAG VORMITTAG AN DIESER STELLE

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Fazit: Wenn es überhaupt irgendwas zu bemängeln gibt an diesem überragenden und mitreißenden Auftritt des BVB, dann ist es erneut die mangelhafte Verwertung der Torchancen und das weiterhin schlechte Verhalten bei gegnerischen Standard-Situationen. Letzteres führte zum zwischenzeitlichen Ausgleich des HSV und hätte das Spiel beinahe gekippt. Dagegen nähert sich das Offensivspiel des BVB fast schon dem absoluten Optimum. Das Verständnis und die Abstimmung der offensiven Dreier-Reihe untereinander, aber auch mit den dahinter positionierten Sechsern sowie der Sturmspitze Lewandowski klappt immer besser. Dortmund bot seine bisher stärkste Saisonleistung und fährt berechtigterweise mit großem Selbstvertrauen zum ersten Champions-League-Spiel beim SSC Neapel.

DIE STATISTIK

Borussia Dortmund: Weidenfeller – Großkreutz, Subotic, Hummels, Schmelzer – Bender, Sahin – Aubameyang, Mkhitaryan, Reus – Lewandowski

Hamburger SV: Adler – Sobiech, Djourou, Westermann – Diekmeier, Arslan, Rincon, Lam – van der Vaart – Zoua, Beister

Einwechselungen: 61. Sokratis für Subotic, 79. Durm und Hofmann für Schmelzer und Mkhitaryan – 46. Jiracek für Sobiech, 68. Calhanoglu für Rincon, 85. Lasogga für van der Vaart

Tore: 1:0 Aubameyang (19., Freistoß Schmelzer), 2:0 Mkhitaryan (22., Lewandowski), 2:1 Lam (26., Zoua), 2:2 Westermann (49., Freistoß van der Vaart), 3:2 Aubameyang (65., Mkhitaryan), 4:2 Lewandowski (73., Aubameyang), 5:2 Reus (74., Aubameyang), 6:2 Lewandowski (81., Sahin)

Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden), Gelbe Karten: – Rincon, van der Vaart, Diekmeier, Arslan

Zuschauer: 80.645 (ausverkauft)

Verliebt in seine Jungs: Jürgen Klopp (Foto: RuhrNachrichten)

STIMMEN ZUM SPIEL

Jürgen Klopp: „Es war einfach geil, und es hat riesig Spaß gemacht zuzuschauen. In der ersten Halbzeit hatten wir so viele Torchancen, haben aber nur zwei davon genutzt. Hinten raus und immer mal wieder im Spiel ist mir schon das Herz aufgegangen. Was unsere Jungs da vorne gemacht haben, im Umschaltspiel – da wird einem ja angst und bange; es war geil, hat Spaß gemacht, da zuzugucken. Der HSV hatte es auf Standardsituationen abgesehen, da war er sehr gefährlich. Alles außer den Gegentoren haben wir überragend verteidigt. Auch das hat mir richtig gut gefallen.“

Thorsten Fink: „Wir haben ganz schlecht gespielt. Es gab zwölf Minuten, über die ich sage, das war in Ordnung. Wir waren nicht mutig genug, nicht überzeugend genug. Die Niederlage geht auch in der Höhe in Ordnung. Natürlich bin ich enttäuscht. Wir müssen das sacken lassen. Als wir das 0:2 aufgeholt hatten, dachte ich wir würden ruhiger werden und könnten was mitnehmen. Wir spielen nicht clever genug, wenn wir in Rückstand geraten. Dann wollen wir zu viel, verlieren völlig die Linie.

Pierre-Emerick Aubameyang: „Ich bin sprachlos; ich bin begeistert. Es war ein toller Tag, ein toller Abend für mich. Ich bin begeistert von der Atmosphäre in unserem Stadion. Ich hatte davon geträumt, ein Tor zu schießen im Heimspiel. Dass es zwei wurden, ist unglaublich. Und das Tor vor der Südtribüne – ein unglaubliches Gefühl. Auf eine Vorlage bin ich aber genauso stolz wie auf ein Tor. Wir haben sehr gut gespielt, punkten weiter, das ist eine tolle Sache. Aber wir sind noch lange nicht perfekt, können immer besser werden – und müssen auch immer besser werden. Wichtig ist, das wir das erkennen und auch machen.“

Freude über das 3:2: Aubameyang und Großkreutz (Foto: RuhrNachrichten)

Robert Lewandowski: „Wir haben richtig gut gespielt. Nach dem 2:2 habe ich gedacht: Was ist das denn? Wir hätten sogar noch mehr Tore schießen können. Aber natürlich sind wir mit dem 6:2 zufrieden. Jetzt kommt die Champions League: Da wollen wir auch was holen. Auch wenn wir wissen, dass Neapel eine

richtig gute Mannschaft hat. Ich hoffe, da läuft es auch für mich noch besser – und dass wir die drei Punkte mitnehmen nach Dortmund.“ 

Marco Reus: „Wir kriegen aus dem Nichts das erste Gegentor, dann das 2:2, bestrafen uns selbst für die Arbeit, die wir bis dahin geleistet haben. Wir müssen konsequenter sein, 90 Minuten so spielen, wie wir das in der ersten Halbzeit getan haben, dann sind wir schwer zu schlagen. Wir haben zu recht so hoch gewonnen.“

Marcel Schmelzer: „Wir wollten gut reinkommen in die Saison. Das ist uns nun wirklich gelungen. Wir haben ein Spiel, in dem alles dabei war, hochverdient gewonnen. Es war harte Arbeit, weil wir nach dem 2:0 den Fuß vom Gas genommen hatten und danach unser Ding bis zum Ende durchziehen mussten.“

MEINE BVB-NOTEN

Weidenfeller (3), Großkreutz (3), Subotic (5), Hummels (2,5), Schmelzer (2,5), Bender (3), Sahin (2,5), Aubameyang (1,5), Mkhitaryan (1,5), Reus (1), Lewandowski (2), Sokratis (2,5), Durm (-), Hofmann (-)

Mehr vom aktuellen BVB-Geschehen auch in meiner reviersport-Kolumne

http://www.reviersport.de/fankurve/markus-bvb-blog.html