Subotic: Comeback eines Musterprofis

Am vorigen Samstag war es endlich soweit. Beim Testspiel in Heidenheim kehrte Neven Subotic aktiv in den Spielbetrieb des BVB zurück. Nach ca. achtmonatiger Verletzungspause feierte Borussias Innenverteidiger sein Comeback im schwattgelben Dress. Nachdem der Serbe fast das komplette Programm beim Kurz-Trainingslager im Brixental ohne größere Beschwerden absolvieren konnte, hielt Jürgen Klopp die Zeit für gekommen, seinen Musterprofi zurück auf den grünen Rasen zu schicken. Eine gute Nachricht also nicht nur für Spieler und Trainer, sondern auch für die riesige Fangemeinde der Borussia.


Starkes Duo: Subotic/Hummels

Subotic hatte sich im November vergangenen Jahres beim Bundesligaspiel des BVB in Wolfsburg einen Kreuz- und Innenbandriss zugezogen und bildete bis dahin an der Seite von Mats Hummels eines der besten Verteidiger-Duos Europas. Sofort nach der erforderlichen Operation arbeitete der Abwehrspieler mit großem Ehrgeiz und noch größerem Willen an seinem Comeback.

Die schweißtreibende Schufterei abseits des grünen Rasens und getrennt von den Mannschaftskollegen hat sich für den 25jährigen Nationalspieler ausgezahlt. Unzählige Stunden durchlief Subotic die unvermeidliche und sowohl körperlich als auch mental kräftezehrende Odyssee durch Reha-Zentren und Krafträume. Sollten keine unvorhergesehenen Probleme oder Rückschläge am lädierten Knie auftreten, dürfte Subotic bis zum Bundesliga-Start „spielfit“ und endlich wieder vollständig einsatzbereit sein.

Persönliche Hilfe vor Ort

 

Trotz Reha-Stress und eng bemessener Freizeit kümmerte sich der BVB-Profi während seiner Abstinenz von der großen Fußball-Bühne weiter um sein „Projekt Wasser“. Mit seiner „Neven-Subotic-Stiftung“ versorgt Subotic Schulen in Äthiopien mit Toiletten und Wasserbrunnen. Selbst in Großteilen seines Urlaubs, den die meisten seiner Berufskollegen an den Badestränden dieser Welt verbringen, kümmert sich Neven persönlich und vor Ort um dieses Projekt.

Mit seinem Engagement für die Ärmsten der Armen will der Dortmunder benachteiligten Kindern helfen, deren Lebenschancen zu verbessern. Wenn Subotic über sein Projekt berichtet, glänzen und strahlen seine Augen. Durch seine regelmäßigen persönlichen Besuche vor Ort sind ihm diejenigen, für die er sich so sehr engagiert, noch mehr ans Herz gewachsen.

„Meine Motivation ist gewachsen und ich habe die Notwendigkeit des Handelns erkannt den Menschen, die es nicht so gut haben, zu helfen.“ (Neven Subotic)

(weitere Infos unter http://www.nevensuboticstiftung.de)

Fan-Nähe: Subotic in DO-City

 

Keine Frage. Mit Neven Subotic kehrt nicht nur ein Musterprofi, sondern auch ein „echter Typ“ und großartiger Mensch, auf den grünen Rasen zurück. Der serbische Nationalspieler erfreut sich aufgrund seines lockeren, stets freundlichen Auftretens sowie seiner gelebten Nähe zu den Fans größter Beliebtheit über Borussias Vereinsfarben hinaus.

Schön, daß Du zurück bist. Alles Gute, Neven!

In diesem Sinne – schwattgelbe Grüße.  NUR  DER  BVB !!

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Borussias schwarzer Samstag – Punkte weg, Subotic schwer verletzt

Ein Unglück kommt selten allein. An diesem Samstag brach es doppelt über Borussia Dortmund herein. Der BVB verlor nicht nur völlig unnötig sein Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg – noch schwerer dürfte der Verlust von Innenverteidiger Neven Subotic wiegen, der kurz vor der Halbzeit mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt wurde. Für die Schwattgelben bedeutet die Niederlage in der Autostadt den zweiten herben Rückschlag innerhalb weniger Tage.

PERSONAL

Gegenüber der bitteren 0:1-Schlappe gegen Arsenal London veränderte Jürgen Klopp seine Startformation auf zwei Positionen. Mats Hummels kam für Sokratis und Pierre-Emerick Aubameyang ersetzte den an einem Magen-Darm-Virus leidenden Jakub Blaszczykowski. Kapitän Sebastian Kehl stand erstmals wieder im Kader. Bei den „Wölfen“ fehlte Spielmacher Diego, der durch Daniel Caligiuri ersetzt wurde.

Jubel nach dem 1:0: Sahin, Hummels, Reus

SPIELVERLAUF

Beide Mannschaften tasteten sich in den Anfangsminuten ab, Wolfsburg attackierte die Borussia bei Ballbesitz sehr aggressiv. Zwar merkte man den Schwattgelben an, daß sie sich erstmal die Müdigkeit der englischen Woche aus den Beinen laufen mußten. Und dennoch war es die Klopp-Elf, die durch Hummels und Aubameyang erste Torgefahr entwickelte (7. und 9.Minute). Danach bot sich den Zuschauern ein taktischer Abnutzungskampf, bei dem Borussia seltsam zurückhaltend wirkte. Das sonst so starke Gegenpressing des BVB blieb weitestgehend aus, so daß Wolfsburg Mitte der ersten Hälfte die Initiative übernahm und sich klare Feldvorteile verschaffte. Perisic, Medojevic und Ochs konnten jedoch aus den sich bietenden Chancen kein Kapital schlagen. Als Marco Reus mit einem herrlichen Freistoßtor den BVB in der 45.Minute in Führung brachte, befand sich Neven Subotic bereits in der Kabine. Der Serbe zog sich in einem Zweikampf mit Olic kurz vor der Halbzeit einen doppelten Kreuzbandriß zu und sorgte für einen echten Schock im schwattgelben Lager. Sokratis übernahm dessen Position neben Hummels.

Im zweiten Abschnitt begann der BVB wesentlich aggressiver und erspielte sich einige gute Möglichkeiten. Aubameyang hatte in der 54. Minute das 2:0 und die Vorentscheidung auf dem Fuß. Doch schoß der Gabuner nach glänzender Vorarbeit von Mkhitaryan knapp am Wolfsburger Gehäuse vorbei. Und es kam, wie es kommen mußte. Nur zwei Minuten später bestrafte der VfL die ausgelassene Großchance des BVB. Rodriguez zirkelte einen Ball in den Dortmunder Strafraum, den Freund und Feind verpaßten. Der irritierte Weidenfeller hatte gegen den sich in die lange Ecke senkenden Ball keine Chance.

Schock: Subotic verletzte sich schwer

Danach bekämpften sich beide Mannschaften vehement, ohne daß sich eine der beiden Parteien entscheidend hätte in Szene setzen können. Als Olic mit einem unwiderstehlichen Fernschuß das für Weidenfeller unhaltbare 2:1 erzielte, war das Spiel jedoch vollends gekippt. Borussias einzige Antwort auf den Rückstand bestand aus einem Freistoß von Reus aus ähnlicher Position wie beim 1:0. Diesmal senkte sich das Leder jedoch nicht ins Wolfsburger Gehäuse, sondern prallte ans Lattenkreuz des von Benaglio gehüteten VfL-Gehäuses.

Danach verpufften die Dortmunder Angriffsbemühungen, denen es sowohl an Entschlossenheit und Zielstrebigkeit als auch an Genauigkeit fehlte, zusehends. Der Kräfteverschleiß der englischen Woche wurde zunehmend spürbarer. Und dennoch gab es in der Nachspielzeit noch zwei große Aufreger. Beide Male wurde Lewandowski in einschußbereiter Position regelwidrig an einem kontrollierten Abschluß gehindert. Dem zuvor bereits katastrophal pfeifenden und mit zweierlei Maß messenden Schiedsrichter Drees waren die Fouls wohl nicht „brutal“ genug. Jedenfalls blieb seine Pfeife in beiden Fällen unerklärlicherweise stumm. Somit blieb es bei der 1:2-Niederlage für den BVB, gegen den sich an diesem Tag alles verschworen zu haben schien. Nach dem unglücklichen 0:1 gegen Arsenal die zweite bittere Niederlage innerhalb weniger Tage. Noch bitterer allerdings erscheint die schwere Verletzung von Neven Subotic, der wohl mindestens ein halbes Jahr ausfallen wird.

Rodriguez trifft zum 1:1

FAZIT / MEINUNG / ANALYSE

Das CL-Spiel gegen Arsenal wirkte sich in doppelter Hinsicht negativ auf die Leistung des BVB in Wolfsburg aus. Sowohl mental als auch körperlich war der Borussia während der kompletten Spielzeit der Kräfteverschleiß deutlich anzumerken. Die Zweikampfstatistik von 58:42 für den VfL Wolfsburg spricht eine deutliche Sprache. Kaum ein Dortmunder Spieler erreichte seine Normalform. Zwar kann man der Mannschaft den Willen zur Leistung nicht absprechen, doch fehlte es dem Spiel der Schwattgelben sowohl an Entschlossenheit als auch an Zielstrebigkeit und vor allem an Genauigkeit. Die teilweise einfachen und leichtfertigen Ballverluste im Aufbauspiel lassen sich nur durch fehlende Konzentration aufgrund des Kräfteverschleißes der englischen Woche erklären. Auch dem Gegenpressing, das diesmal nur ansatzweise funktionierte, fehlte es an der BVB-typischen Aggressivität.

Zu bemängeln ist leider auch die fehlende Effizienz im Torabschluß. Borussia versäumte es vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit – ähnlich wie schon in Gladbach – den Sack zuzumachen. Positiv ist zu erwähnen, daß die Mannschaft nach dem Subotic-Schock schnell den Führungstreffer erzielen konnte und sich später nach dem Rückstand nicht aufgab. Der Wille, das Spiel nochmal zu drehen, war absolut vorhanden – konnte an diesem Tag aber einfach nicht gewohnt erfolgreich umgesetzt werden. Leider kam Borussia an diesem Tag gegen allerdings auch sehr starke Wolfsburger über einige gute Ansätze nicht hinaus.

Olic trifft unhaltbar zum 2:1

Auch Jürgen Klopp unterlief an diesem so bitteren Nachmittag ein entscheidender Fehler. Unser Coach muß sich diesmal den Vorwurf gefallen lassen, Marcel Schmelzer nicht schon zur Pause ausgewechselt zu haben. Der Nationalspieler ist nach seiner Verletzung weiterhin meilenweit von seiner Bestform entfernt und war ein ständiger Unsicherheitsfaktor im Dortmunder Defensivverbund. Bezeichnend, daß Schmelzer Olic bei dessen Dribbling, das dem Siegtreffer voranging, nicht ansatzweise attackierte oder störte. Derselbe Fehler war ihm schon in beiden Spielen gegen Arsenal London unterlaufen. Auch hier führte dieses für Schmelzer eigentlich völlig untypische Fehlverhalten zu je einem Gegentor pro Spiel. Doch „Schmelle“ wird wieder zu alter Form finden – das steht für mich außer Frage.

Dazu kommen zwei Dinge, die nicht als Entschuldigung herhalten sollen, aber auch als Gründe für die Niederlage anzuführen sind. Da ist zum einen die bereits angesprochene Schiedsrichterleistung. Dr. Drees muß man an diesem Tag einfach grobe Mängel in Sachen Zweikampfbewertung vorwerfen. Schon während des Spiels fand er zu keiner Zeit eine für beide Seiten einheitliche Regelauslegung in teilweise eindeutigen Situationen. Die beiden nicht gegebenen Elfmeter in der Nachspielzeit setzten seiner katastrophalen Gesamtleistung schließlich die Krone auf.

Zum anderen ist Borussia auch ein Opfer des Spielplans. Dieses Thema wurde bisher besonders von der ohnehin weitgehend unter chronischem Bayern-Lobbyismus leidenden Medienlandschaft nicht erwähnt – verdient aber eine eben solche, weil durchaus sehr nachteilig für den BVB. Die Schwattgelben sind die einzige deutsche Mannschaft, die nach sämtlichen Gruppenspielen der Champions League in der Bundesliga auswärts spielt. Wenn die Gegner dann noch u. a. Gladbach, Schalke und Wolfsburg heißen, ist dies ein Punkt, der durchaus einen erwähnenswerten Nachteil für den BVB darstellt. Zum Vergleich: Bayern mußte nach den ersten beiden CL-Spielen ebenfalls auswärts ran (in Leverkusen und in Schalke), hatte danach jedoch zweimal Heimrecht und genießt selbiges auch nach den beiden noch ausstehenden CL-Spieltagen. Schalke hat sogar im Anschluß an sämtliche Spiele der Königsklasse in der Bundesliga den Heimvorteil auf seiner Seite.

Aufregung: Klopp muss Lewandowski besänftigen

AUSBLICK

Die nun folgende Länderspielpause muß die Borussia nutzen, Kräfte zu sammeln und sich auf die alten Stärken zu besinnen. Zwar werden viele Nationalspieler nicht vor Ort sein, doch wird die Pause der Mannschaft gut tun. Jürgen Klopp wird die richtigen Maßnahmen ergreifen und seine Mannschaft entsprechend auf den Bundesliga-Knaller am 23. November einstellen. Dann gilt es für den BVB, mit einem Dreier im direkten Vergleich den Abstand auf die Bayern wieder auf einen Punkt zu verkürzen. Drei Tage später steht dann mit dem Spiel gegen Neapel ein echtes „Finale“ auf dem Programm. Nur ein Sieg gegen die Italiener bewahrt den Schwattgelben eine realistische Chance aufs Erreichen des CL-Achtelfinals. Zwei Spiele also, die positiv oder aber negativ richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf der Borussia sein werden.

Von dieser Stelle aus wünschen wir Neven Subotic alles Gute und eine schnelle Genesung! Halt die Ohren steif, Neven – und komm schnell wieder. Der BVB braucht dich dringend! In diesem Sinne abschließend wie immer: NUR  DER  BVB!

Text: Markus Flügel   ———   Fotos: Getty Images

DIE STATISTIK

VfL Wolfsburg: Benaglio – Ochs, Naldo, Knoche, Rodriguez – Medojevic, Luiz Gustavo – Caligiuri, Arnold, Perisic – Olic

Borussia Dortmund: Weidenfeller – Großkreutz, Subotic, Hummels, Schmelzer – Bender, Sahin -Aubameyang, Mkhitaryan, Reus – Lewandowski

Einwechselungen: 79. Dost für Olic, 86. Schäfer für Caligiuri, 90.+1 Polak für Arnold – 44. Sokratis für Subotic, 77. Hofmann und Ducksch für Bender und Aubameyang

Tore: 0:1 Reus (45.+2, dir. Freistoß, Mkhitaryan), 1:1 Rodriguez (56., dir. Freistoß), 2:1 Olic (69., Caligiuri)

Schiedsrichter: Dr. Drees (Münster-Sarmsheim)

Gelbe Karten: Caligiuri, Ochs – Bender, Hummels, Mkhitaryan

Zuschauer: 30.000 (ausverkauft)

Zweikampf Mkhitaryan und Arnold

DIE STIMMEN ZUM SPIEL

Jürgen Klopp: „Es war ein enges Spiel. In der ersten Halbzeit hatten wir einige, aber zu wenige gute Momente. Dabei haben wir häufig zwar gut aufgebaut, aber ungenau gespielt und es dem Gegner leicht gemacht. Dennoch machen wir durch ein tolles Freistoßtor das 1:0, kommen gut raus aus der Kabine, sind danach richtig gut im Spiel, dem zweiten Tor näher, doch dann kommt Rodriguez mit einem Riesenfreistoß. Und Olic gelingt ein Traumtor. Anschließend wurde es ein Spiel mit – sagen wir mal – vielen Menschen, die am Boden lagen, mit vielen Freistößen. Wir haben alles versucht, in engen Situationen ist jedoch alles gegen uns gelaufen. Von den zwei Elfmeterszenen hätte man einen schon geben können…“

Dieter Hecking: „Wir haben in der ersten Halbzeit zwei, drei dicke Dinger, und mit etwas Glück gehen wir da in Führung. Wir haben mit hohem läuferischen Aufwand gegen die Qualität von Borussia Dortmund agiert, haben versucht, die Räume zuzulaufen und den Gegner in Zweikämpfe zu verwickeln. Nach dem 1:1 hat die Mannschaft die zweite Luft bekommen und daran geglaubt, das Spiel gewinnen zu können. Wir hatten Möglichkeiten zum 3:1. Es war kein unverdienter Sieg, weil wir viel investiert haben, und weil wir uns den Sieg hart und kompakt erarbeitet haben. Eine herrliche Momentaufnahme, wir sind positiv in aller Munde.“

Nuri Sahin: „Wir haben es nach der Pause verpasst, noch ein Tor nachzulegen. Danach bringen wir Wolfsburg durch zwei unglückliche Situationen zurück ins Spiel, das darf uns nicht passieren. Wir haben heute sowohl individuell, als auch als Mannschaft Fehler gemacht, für die wir von Wolfsburg bestraft worden sind.“

Henrikh Mkhitaryan: „Wir haben in der zweiten Hälfte gut begonnen und hätten das 2:0 machen müssen. Das haben wir leider nicht geschafft und Wolfsburg hat dann eiskalt zugeschlagen. Das ist sehr schade, weil wir uns nach der Niederlage gegen Arsenal sehr viel vorgenommen hatten.“

Roman Weidenfeller: „Wenn wir eine Chance nach der Halbzeit nutzen, dann ist das Spiel zu unseren Gunsten gelaufen. Man muss aber auch ganz klar sagen, dass wir Wolfsburg dazu eingeladen haben, uns heute zu schlagen. Wir haben viel zu viele Freistöße und Ecken produziert und etwas fahrlässig gespielt.“

Michael Zorc: „Dass wir in der Nachspielzeit keinen Elfmeter bekommen, ist sehr ärgerlich. Gerade, weil wir auch unter der Woche gegen Arsenal schon eine ähnliche Szene hatten. Die entscheidende Phase des Spiels war direkt nach der Halbzeit. Da hatten wir die besten Gelegenheiten, die wir eigentlich nutzen müssen. Danach bekommen wir dann wie aus dem Nichts den Ausgleich und geraten zu allem Überfluss auch noch in Rückstand. Wolfsburg spielt dann natürlich mit riesiger Leidenschaft. Die Niederlage tut schon weh.“

Hans-Joachim Watzke: „Wir haben heute in der ersten Halbzeit erst mal etwas Zeit benötigt, um in die Partie zu finden. Marco bringt uns dann mit einem wunderschönen Tor in Führung, und nach der Pause haben wir Chancen, das 2:0 zu machen, die wir leider nicht nutzen. Danach hat Wolfsburg natürlich eine tolle Moral gezeigt und den offenen Kampf gegen uns gewonnen. Das ist ein kleiner Rückschlag, aber wir werden die Länderspielpause nutzen, um gestärkt daraus hervorzugehen.“

MEINE BVB-NOTEN

Weidenfeller (2,5), Großkreutz (3), Subotic (3), Hummels (4), Schmelzer (5,5), Bender (3,5), Sahin (4,5), Aubameyang (4), Mkhitaryan (4,5), Reus (3,5), Lewandowski (4), Sokratis (3), Hofmann (-), Ducksch (-)

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1:2 – Neapel wird zum Horrortrip!

Borussia Dortmunds Auftakt in die neue Champions League-Saison ist gründlich missglückt. Der vorjährige CL-Finalist unterlag beim SSC Neapel nicht nur mit 1:2, sondern verlor auch Mats Hummels mit einer Verletzung und Roman Weidenfeller per Platzverweis. Das Zustandekommen der Niederlage war aus schwattgelber Sicht somit zwar mehr als unglücklich, dennoch waren die Süditaliener an diesem denkwürdigen Abend der verdiente Sieger.

Innerhalb von nur zwei Minuten kurz vor der Halbzeit besiegelte eine Verkettung unglücklicher Ereignisse die saisonübergreifend dritte CL-Niederlage in Folge für den BVB. Beim Stande von 1:0 für Napoli verletzte sich Mats Hummels und mußte ausgewechselt werden.

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Für den Dortmunder Abwehrchef kam Aubameyang in die Partie. Der war nur einige Momente auf dem Platz, als BVB-Keeper Roman Weidenfeller einen langen Pass auf Higuain völlig übermotiviert kurz vor dem Strafraum mit der Hand klärte. Folgerichtig sah Borussias Kapitän die rote Karte. Dies war eindeutig die Schlüsselszene eines hochintensiven Champions-League-Spiels. Langerak ersetzte fortan Weidenfeller. Für den Australier, mit dem Borussia noch nie ein Pflichtspiel verloren hatte, mußte Blaszczykowski als Feldspieler geopfert werden.

Weidenfellers Rettungsaktion. Folge: Platzverweis! (Foto: kicker)

Dabei begann die Partie im ausverkauften Stadion „San Paolo“ (darunter ca. 2.000 BVB-Fans) zwar mit viel Tempo und intensiv geführten Zweikämpfen. Doch kamen sowohl der Gastgeber als auch der BVB nur zu jeweils einer echten Torchance. Dortmund, das mit Blaszczykowski für Aubameyang begann, fand nie richtig ins Spiel. Das lag zum einen an einer außergewöhnlich hohen eigenen Fehlpass-Quote, zum anderen an der sehr aggressiven Spielweise der Hausherren. Die widerum nutzten die Ballverluste des BVB mit schnellem Umschaltspiel zu einigen vielversprechenden Angriffen, die jedoch keine echte Gefahr für das Tor von Weidenfeller heraufbeschworen. In der 29.Minute war es aber dann soweit. Nach einem kurz ausgeführten Eckball flankte Napolis Kolumbianer Zuniga auf Höhe des Elfmeterpunktes, von wo Torjäger Higuain nahezu unbedrängt zum 1:0 für Neapel einköpfen konnte. Schmelzer hatte den Argentinier für einen entscheidenden Moment aus den Augen verloren. Bitter, daß die Italiener eine kurzzeitige Verwirrung in Borussias Abwehr somit eiskalt ausnutzten. Denn Neven Subotic, kurz zuvor wegen einer klaffenden Platzwunde über dem linken Auge außerhalb des Spielfelds behandelt, kehrte zwar rechtzeitig  auf den Rasen zurück. Doch verursachte die Abwesenheit des Serben eine kurzzeitige, aber entscheidende Unordnung in der BVB-Defensive. Jürgen Klopp brachte die Situation derart in Rage, daß er seinen Unmut gegenüber dem vierten Offiziellen zu emotionsgeladen äußerte und von Schiedsrichter Proenca auf die Tribüne verwiesen wurde. Klopp hatte sich lautstark darüber beschwert, daß Subotic nach Behandlung seiner Platzwunde erst viel zu spät zurück aufs Spielfeld durfte. Schließlich folgten die bereits oben beschriebenen zwei Horror-Minuten kurz vor dem Seitenwechsel.

Napolis Higuain köpft zum 1:0 ein. (Foto: kicker)

Nach der Pause rückte Bender neben Subotic in die Innenverteidigung, Sahin agierte als alleiniger Sechser. Neapel bestimmte nun eindeutig das Spielgeschehen, kam aber erst nach gut 60 Minuten zu zwei halbwegs gefährlichen Situationen. Langerak parierte jedoch sowohl den Fernschuß von Inler als auch die Chance des starken Hamsik. In der 67.Minute war der Australier dann aber machtlos. Gegen den direkt verwandelten Freistoß von Insigne hatte der BVB-Keeper nicht den Hauch einer Chance. Mit dem 2:0 schien Napoli einem sicheren Sieg entgegenzusteuern und kam gegen die offensiv nun kaum noch stattfindende Borussia zu weiteren Einschußmöglichkeiten. Doch Langerak verhinderte mit einigen Glanzparaden die endgültige Entscheidung zugunsten der Italiener. Zwischenzeitlich hatte Napoli aber auch das Glück auf seiner Seite, als Aubameyang mit einem Weitschuß nur die Latte des von Reina gut gehüteten Tores traf.

Verletzt raus: Mats Hummels (Foto: kicker)

Als alle sich schon mit dem 2:0 abgefunden zu haben schienen, unterlief Zuniga in der 87.Minute ein Eigentor. Napolis Verteidiger wollte vor dem einschußbereiten Aubameyang klären, bugsierte das Leder dabei jedoch über die eigene Torlinie. Und plötzlich – aber viel zu spät – wachte der BVB auf und drängte nun mit aller Macht auf den Ausgleich. Erinnerungen an das Viertelfinal-Rückspiel der vergangenen CL-Saison gegen Malaga wurden wach. Doch alle Bemühungen brachten nicht mehr den erhofften Erfolg. Unter dem frenetischen Jubel der heißblütigen Napoli-Fans beendete Schiedsrichter Proencas Schlußpfiff eine denkwürdige Champions-League-Partie mit einem verdienten Sieger SSC Neapel. Der BVB steht nun im nächsten Spiel daheim gegen Olympique Marseille schon unter gehörigem Druck.

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DER BVB-WOCHENRÜCKBLICK:  JEDEN MONTAG AN DIESER STELLE

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Fazit: Borussia scheiterte einmal mehr an der altbekannten Schwäche: bei gegnerischen Standard-Situationen herrscht im BVB-Strafraum zumeist kollektive Verwirrung und absolutes Chaos. So auch beim 1:0 für Neapel. Außerdem fanden die Schwattgelben nie ins Spiel, ließen sich von der aggressiven Zweikampfführung Neapels frühzeitig den Schneid abkaufen und litten unter einer ungewohnt hohen Fehlpass-Quote. Die zuletzt in Topform agierenden Offensivkräfte des BVB waren über die gesamte Spielzeit fast vollständig abgemeldet. Ausnahme war hierbei Aubameyang, der nach seiner Einwechslung das Offensivspiel der Dortmunder ein wenig belebte. Borussia muß diesen gebrauchten und total gegen sich laufenden Abend so schnell wie möglich abhaken und positiv nach vorne schauen. Am besten mit einem Sieg am kommenden Samstag beim 1.FC Nürnberg!

In einem weiteren Spiel der Gruppe F unterlag Olympique Marseille im heimischen Stade Velodrome Arsenal London mit 1:2.

DIE STATISTIK

SSC Napoli: Reina – Maggio, Raul Albiol, Britos, Zuniga – Inler, Behrami – Callejon, Hamsik, Insigne – Higuain

Borussia Dortmund: Weidenfeller – Großkreutz, Subotic, Hummels, Schmelzer – Bender, Sahin – Blaszczykowski, Mkhitaryan, Reus – Lewandowski

Einwechselungen: 73. Mertens für Insigne, 77. Pandev für Higuain, 90.+2 Mesto für Hamsik – 45. Aubameyang für Hummels, 45.+2 Langerak für Blaszczykowski, 76. Hofmann für Mkhitaryan

Tore: 1:0 Higuain (29., Zuniga), 2:0 Insigne (67., dir. Freistoß), 2:1 Zuniga (87., Eigentor)

Schiedsrichter: Proença (POR), Rote Karte: Weidenfeller (45.+1, Handspiel), Gelbe Karten: Behrami, Britos, Insigne – Schmelzer

Zuschauer: 55.000 (ausverkauft)

STIMMEN ZUM SPIEL

Gleich gehts auf die Tribüne: Jürgen Klopp (Foto: kicker)

Jürgen Klopp: „Ich habe die Situation mit Neven Subotic an der Außenlinie in dem Moment anders gesehen, als sie tatsächlich war. Ich dachte, der Schiedsrichter hätte warten müssen, bis Neven wieder da ist. Das muss er aber nicht. Neven hätte vielleicht schon vorher rein gekonnt, aber nicht gedurft, weil noch ein kleiner Blutfleck auf dem Pflaster war. Ich habe mich direkt nach dem Spiel beim Vierten Offiziellen, beim Schiedsrichter und bei meiner Mannschaft entschuldigt, weil die Emotionen, die ich herein gebracht habe, aus einem von uns nicht gut geführten Spiel ein hektisches gemacht haben. Die zweite Halbzeit war in Unterzahl okay. An guten Tagen, wenn der Trainer seine Nerven im Griff hat, können wir was mitnehmen. Unser Start ist nicht der beste, meiner auch nicht. Wenn wir das spielen, was wir können, hätten wir das Spiel gewinnen können. Alles ist noch möglich in dieser Gruppe. Wir schenken jetzt aber nichts ab. Wir haben ein Auswärtsspiel verloren – mehr ist nicht passiert.“

Nuri Sahin: „Gegen diesen Gegner in diesem Stadion haben wir gut angefangen, doch dann bringen wir uns selbst aus dem Spiel. Alles, was gegen uns laufen kann, läuft dann auch gegen uns. In der ersten Halbzeit waren wir im falschen Film. Durch die Umstände war es eine verdiente Niederlage. Mit einem Mann weniger ist es schwer. Neapel hat den Ball gut laufen lassen. Wir haben versucht, das Beste daraus zu machen, haben Lewandowski vorne gelassen, um eine Tiefe im Spiel zu haben. Wir hatten auch einige Konterchancen, haben aber zu spät den Anschlusstreffer erzielt. Jede Niederlage tut weh, besonders dann, wenn man auswärts Big Points erzielen kann. Wir hatten uns hier viel vorgenommen. Wenn wir am Ende noch ein Unentschieden geholt hätten, hätten wir zufrieden nach Hause fliegen können. Leider ist es uns nicht gelungen. Das Gute ist, dass wir noch fünf Spiele haben.“

Rafael Benitez: „Es war taktisch das perfekte Spiel. Wir haben in der Defensive und in der Offensive perfekt gearbeitet. Wir wussten, dass Dortmund äußerst gefährlich ist. Aber wir haben das gut gemacht und Tore geschossen. Besonders das erste Tor war sehr wichtig. Wir wissen, dass wir gut spielen können, und das wollten wir heute zeigen. In den letzten Minuten gab es viel zu leiden. Ich habe Mesto eingewechselt, um die Defensive zu stärken. Über den Sieg sind wir sehr stolz.“

MEINE BVB-NOTEN

Weidenfeller (4), Großkreutz (4), Subotic (4), Hummels (3,5), Schmelzer (4,5), Bender (3), Sahin (3,5), Blaszczykowski (3,5), Mkhitaryan (4), Reus (4), Lewandowski (5), Aubameyang (3), Langerak (2), Hofmann (-)

Mehr vom aktuellen BVB-Geschehen auch in meiner reviersport-Kolumne

http://www.reviersport.de/fankurve/markus-bvb-blog.html

BVB mit großer Lust gegen Werder

Der Start ist mit sechs Punkten nach zwei Spieltagen als geglückt zu bezeichnen. Und am Freitag abend will Borussia Dortmund mit einem weiteren Heimsieg gegen die punktgleichen Jungs von Werder Bremen nachlegen.

In der Pressekonferenz zum Spiel gegen die Dutt-Truppe versprühte Jürgen Klopp in seiner typischen Art und Weise eine gewisse Vorfreude auf das Flutlicht-Duell mit den sich im Umbruch befindlichen Nordlichtern. Vor allem rückt beim BVB endlich wieder der Fußball in den Blickpunkt. Die Nebengeräusche um Lewandowskis Gehaltsanpassung und Gündogans Verletzung aus dem Länderspiel sind verklungen. Während sich der Pole (nach seinem Friedensgipfel mit den BVB-Verantwortlichen) per SportBild endlich positiv zur Borussia bekannte und den Bayern gar für alle drei Wettbewerbe den Kampf ansagte, wird Gündogan momentan noch in Donaustauf bei Prof. Eder behandelt. Der Nationalspieler hat noch immer Schmerzen, soll aber am Freitag nach Dortmund zurückkehren. Einen Platz im Kader wird er jedoch gegen Werder nicht belegen. Borussia will erst nach vollständiger Genesung auf Gündogans Dienste zurückgreifen – und das ist richtig so!

Vorfreude auf Duell mit Werder: Jürgen Klopp

Neben Gündogan ist auch der Einsatz von Roman Weidenfeller noch fraglich. Borussias Stammkeeper schlägt sich mit einem Magen-Darm-Virus rum, den Klopp in seiner süffisanten Art als „Dünnpfiff“ bezeichnete. Prognosen, ob es für Weidenfeller bis Freitag abend für einen Einsatz reichen könnte, wollte der BVB-Coach nicht abgeben. Sollte Weidenfeller ausfallen, würde Mitch Langerak wie schon in Augsburg zwischen die Pfosten rücken. Das widerum könnte ein gutes Omen sein, denn mit dem Australier im Tor konnte Borussia bisher alle zehn Pflichtspiele gewinnen.

Geht man nach den Trainingseindrücken von Mittwoch, wird Klopp seine Elf erneut auf einigen Positionen umstellen. So rückte im Trainingsspielchen der A-Elf gegen die B-Elf Neven Subotic wieder ins A-Team auf seine angestammte Position neben dem gesetzten Mats Hummels. Für Sokratis würde das bedeuten, daß er ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub Werder Bremen wieder auf die Bank müßte. Es sei denn, Großkreutz bekommt eine Pause und der Grieche rückt auf die Position des rechten Außenverteidigers. Außerdem ließ Klopp statt „Manni“ Bender Kapitän Kehl auf der Sechs neben Sahin agieren. Aubameyang fand sich ebenfalls im B-Team wieder.

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DER BVB-WOCHENRÜCKBLICK: JEDEN SONNTAG ABEND AN DIESER STELLE

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Momentan deutet einiges daraufhin, daß Borussia gegen Bremen im gewohnten  4-2-3-1-System beginnen wird. Die beiden Sechser Kehl und Sahin würden dabei der offensiven Dreier-Reihe mit Blaszyzykowski, Mkhitaryan und Reus den Rücken freihalten. Vorne lauert Lewandowski darauf, sein Treffer-Konto zu erhöhen. Da Jürgen Klopp jedoch auch immer mal wieder für eine Überraschung gut ist, erscheint auch ein Einsatz von Jonas Hofmann von Beginn an als nicht utopisch.

Rückt wahrscheinlich wieder ins Team: Neven Subotic

Nachdem sich auch die Unruhen in der Dortmunder Fan-Szene wegen des Polizeieinsatzes vom vergangenen Sonntag (so unnötig und umstritten dieser auch gewesen sein mag) ein wenig gelegt zu haben scheinen, steht eigentlich einem großen Bundesliga-Abend nichts mehr im Wege. Damit es dazu kommt, braucht Borussia am Freitag abend dringend die Unterstützung der KOMPLETTEN Südtribüne. Daß von der Mannschaft gegen Werder Bremen volle Konzentration und vielleicht auch wie gegen Braunschweig  viel Geduld über 90 Minuten geleistet werden muß, wird allen BVB-Profis klar sein. Denn eins steht fest. Obwohl Bremen in den beiden ersten Bundesliga-Begegnungen nicht vollends überzeugen konnte, wird die Mannschaft von Robin Dutt voller Selbstbewußtsein und mit breiter Brust im Signal-Iduna-Park auflaufen. Und wie sagte es Robin Dutt treffend: „Wir haben in Dortmund rein gar nichts zu verlieren!“

Dennoch kann es für den BVB nur heißen: Mit heißem Herz und kühlem Kopf gegen Werder und die Tabellenspitze verteidigen! Ein Neun-Punkte-Start wäre eine echte Ansage in Richtung München und könnte der Mannschaft zu einem ähnlichen Lauf verhelfen wie in der Hinrunde der Meister-Saison 2010/2011. Damals verlor Borussia zwar sein Auftaktmatch gegen Leverkusen, rauschte danach aber in überragender Manier wie eine Dampfwalze durch die Liga. Auf geht´s, Borussia!

Hier die Pressekonferenz vom Mittwochnachmittag zum Werder-Spiel.

Mehr vom aktuellen BVB-Geschehen auch in meiner reviersport-Kolumne

http://www.reviersport.de/fankurve/markus-bvb-blog.html

kicker-Rangliste: Subotic und Hummels Internationale Klasse

Borussias Abwehr-Duo Neven Subotic und Mats Hummels wurde vom Fachmagazin „kicker“ in der aktuellen Sommer-Rangliste in die „Internationale Klasse“ in der Kategorie „Innenverteidiger“ eingestuft. Damit rangieren die beiden Dortmunder zusammen mit drei Spielern des FC Bayern in der zweithöchsten Ranglisten-Einstufung.

Als beste Innenverteidiger sehen die kicker-Redakteure Jerome Boateng und Dante von Triple-Sieger Bayern München. Den dritten Platz belegt Neven Subotic vor dem Münchner Daniel van Buyten und Dortmunds Mats Hummels. Alle fünf Akteure wurden in die „Internationale Klasse“ eingestuft. Damit bleibt die „Weltklasse“ unbesetzt.

Neven Subotic und Mats Hummels

Erstmals, seit Subotic und Hummels das Innenverteidiger-Paar beim BVB bilden, gelang es dem Serben, sich vor seinem deutschen „Partner“ zu positionieren. Hummels, der in den vergangenen Ranglisten an der „Weltklasse“ schnupperte, bot zwar eine insgesamt gute Rückrunden-Leistung, erlaubte sich aber auch einige Wackler und Patzer und ließ in einigen Spielen die sonst so gewohnte Sicherheit und Ausstrahlung vermissen.

Felipe Santana, dritter Innenverteidiger im BVB-Kader, konnte aufgrund der nicht ausreichenden Anzahl von Pflichtspielen,  nicht in die Rangliste aufgenommen werden.

Der Bewertungszeitraum der halbjährlich erscheinenden Rangliste ist die gesamte Rückrunde der Bundesliga. Mindestens die Hälfte aller Pflichtspiele (Bundesliga, Eurpocup, DFB-Pokal, Länderspiele) muß ein Akteur bestritten haben, um für eine Bewertung berücksichtigt werden zu können.