4:1 – Aubameyang glänzt als Matchwinner

Borussia Dortmund steht in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals. Mit 4:1 gewann die Klopp-Elf vor 37.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena gegen Drittligist Stuttgarter Kickers. Dabei avancierte Pierre-Emerick Aubameyang mit zwei Treffern und einem Assist zum schwattgelben Matchwinner. Die weiteren Tore für den BVB, bei dem Marco Reus überraschend sein Startelf-Comeback feierte, erzielten Henrikh Mkhitaryan und Neuzugang Adrian Ramos. Allerdings spiegelt das Ergebnis nicht die wahren Kräfteverhältnisse wieder, denn der drittklassige Underdog bot dem deutschen Vizemeister über nahezu 80 Minuten einen Kampf auf Augenhöhe.


Mkhitaryans 1:0

Im Gegensatz zum drei Tage zuvor großartig herausgespielten 2:0-Sieg über Bayern München, hatte Borussia diesmal über die gesamte Spielzeit große Probleme im Spielaufbau und machte sich das Leben durch einfache und völlig unnötige Ballverluste selbst schwer. Das allerdings lag auch an den engagiert und aggressiv pressenden Gastgebern, die Dortmunds Defensivverbund mit schnellem Umschaltspiel ein ums andere Mal in große Turbulenzen stürzte.

Mitch Langerak, der Weidenfeller wie schon im Supercup-Finale im Dortmunder Tor vertrat, mußte einige Male bei Großchancen der Stuttgarter sein ganzes Können unter Beweis stellen. Zwar blitzte das so gefürchtete Kombinationsspiel des BVB zwischenzeitlich auf, doch fehlte es den finalen Pässen meistens an Timing und Genauigkeit.

Aubameyangs 2:0

Letztlich verdankte Borussia den am Ende doch noch standesgemäßen Sieg sowohl der individuellen Klasse einiger seiner Protagonisten als auch der schwachen Chancenverwertung der Kickers. Bis zu Aubameyangs fast schon erlösendem 3:1 in der 78. Minute schnupperten die drittklassigen Stuttgarter jedenfalls an der durchaus möglichen Sensation.

Neben Matchwinner Aubameyang konnten beim BVB lediglich Torhüter Langerak sowie Henrikh Mkhitaryan und mit Abstrichen auch Lukasz Piszczek (zwei Assists) überzeugen. Neuzugang Ramos zeigte sich zwar durchaus engagiert, blieb jedoch weitestgehend unauffällig. Sein Tor zum 4:1 dürfte aber helfen, den weiteren Integrationsprozess des Kolumbianers zu beschleunigen.

Ramos trifft zum 1:4

Neben dem Erreichen der nächsten Pokalrunde gab es für den BVB noch einen weiteren Grund zur Freude. Nur 71 Tage nach seiner im Länderspiel gegen Armenien erlittenen Syndesmosebandverletzung gab Marco Reus sein überraschend schnelles Comeback.

Logischerweise merkte man dem Nationalspieler sowohl Trainingsrückstand als auch fehlende Spielpraxis noch deutlich an. Aber im Hinblick auf den bevorstehenden Bundesligastart gegen Bayer Leverkusen lieferte sein Startelf-Einsatz wichtige Erkenntnisse bezüglich des Fitnesszustands des Nationalspielers. Fazit: Test bestanden. Mit Marco Reus muß ab sofort wieder gerechnet werden.

In diesem Sinne verbleibe ich mit schwattgelben Grüßen   –   NUR  DER  BVB  !!

(Fotos: kicker)

 

DIE STATISTIK

Stuttgarter Kickers: Redl – Leutenecker, Stein, Fennell, Baumgärtel – Halimi, Marchese, Braun – Müller, Soriano, Edwini-Bonsu – Soriano

Borussia Dortmund: Langerak – Piszczek, Subotic, Sokratis, Durm – Jojic, Kirch – Aubameyang, Reus, Mkhitaryan – Ramos

Einwechselungen: 62. Calamata für Soriano, 81. Badiane für Müller – 57. Kehl für Reus, 83. Großkreutz für Mkhitaryan, 90.+1 Bender für Kirch

Tore: 0:1 Mkhitaryan (30., Piszczek), 0:2 Aubameyang (55.), 1:2 Edwini-Bonsu (60., Soriano), 1:3 Aubameyang (78., Piszczek), 1:4 Ramos (89., Aubameyang)

Schiedsrichter: Sippel (München)

Gelbe Karten: – Mkhitaryan, Ramos

Zuschauer: 37.000

HIER SPRICHT KLOPPO

„Wir stehen am Ende der Vorbereitung, der Gegner ist schon mitten in der Saison. Der Supercup hat weder bei uns noch bei den Bayern ins Programm gepasst. Doch nächste Woche sind wir ein Stück weiter und auch frischer.

Miki und Auba sind herausragende Fußballer. Bei ihnen sieht man, dass eine Sommerpause und eine normale Vorbereitung gut tun. Auba hat unsere Spielweise gefressen, ist im Spiel gegen Ball stärker geworden und immer heiß auf Tore. Das 2:0 hat er überragend gemacht. Letzte Saison wäre ihm das wohl noch nicht gelungen. Manchmal muss man eben etwas länger lernen.

Marco ist seit anderthalb Wochen wieder im normalen Training. Irgendwann muss man anfangen, ihn in die Wettbewerbssituation zu bringen. Wenn du Marco trainieren siehst, musst du mit dem Klammerbeutel gebügelt sein, wenn du nicht darüber nachdenkst, ihn spielen zu lassen. Jetzt ist er 60 Minuten weiter. Das war eine ganz wichtige Belastung für ihn.“

 

MEINE BVB-NOTEN

Langerak (2), Piszczek (3), Subotic (4), Sokratis (4), Durm (4), Kirch (3,5), Jojic (4,5), Aubameyang (2), Reus (3,5), Mkhitaryan (2,5),Ramos (4), Kehl (3), Großkreutz (-), Bender (-).

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3:2 – BVB bleibt in der Erfolgsspur

Im letzten Heimspiel dieser Bundesliga-Saison gelang Borussia Dortmund vor 80.200 Zuschauern im einmal mehr ausverkauften Westfalenstadion ein 3:2-Sieg über die TSG Hoffenheim. Das Duell mit der Gisdol-Elf war zugleich die Abschiedsvorstellung von Robert Lewandowski vor den eigenen Fans. Zwar blieb Lewy ein eigener Treffer verwehrt, doch sorgten Borussias Verantwortliche und vor allem die BVB-Fans für einen gleichermaßen emotionalen wie würdigen Abschied des polnischen Torjägers. Zweimal noch wird einer der erfolgreichsten Stürmer der BVB-Historie das schwattgelbe Trikot tragen – letztmals am 17. Mai im Berliner Pokalfinale gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber Bayern München.


Mit seinem 1:1 brach Großkreutz den Bann. Links Jojic (Foto: kicker)

PERSONAL

Der wiedergenesene Marcel Schmelzer feierte nach sechswöchiger Verletzungspause sein Comeback und kam für den grippeerkrankten Oliver Kirch ins Team. Weil Schmelle seine angestammte Position als Linksverteidiger einnahm, rutschte Klopps Allrounder Kevin Großkreutz vor auf die linke offensive Außenbahn, während Milos Jojic als zweiter Sechser neben Nuri Sahin agierte.

SPIELVERLAUF

Hoffenheim begann erwartet frech, offensiv und ohne großen Respekt. Da sich Dortmunds Defensive in den ersten Minuten vogelwild und unkonzentriert präsentierte, kamen die Gäste zwangsläufig zu ersten guten Torchancen. Eine davon nutzte Firmino in der 5. Minute zur Führung für die TSG. Der Brasilianer verwertete dabei Rudys starke Vorarbeit, nachdem dieser Schmelzer und Hummels regelrecht düpiert hatte. Beinahe hätte die Gisdol-Elf die allgemeine Verunsicherung in Borussias Defensive nur zwei Minuten später zum 0:2 genutzt – doch Hummels klärte einen Volland-Schuß auf der Torlinie.

Danach fing sich der BVB jedoch und fand immer besser ins Spiel. Lewandowski und Reus bot sich in der 10. und 12. Minute die Chance zum Ausgleich. Im Anschluß brachten beide Teams mehr Ruhe in ihr Spiel und vor allem in ihre Defensiv-Reihen. So endeten die beiderseits mit hohem Tempo vorgetragenen Offensivaktionen meistens am gegnerischen Strafraum. In der 29. Minute gelang Borussia aus der zunehmenden optischen Überlegenheit der folgerichtige Ausgleich. Ein Zuspiel von Jojic schlenzte Großkreutz von halblinks gefühlvoll und platziert ins lange Eck des von Grahl gehüteten Gästetores.

Offizielle Verabschiedung: Lewandowski und Zorc (Foto: kicker)

Das 1:1 leitete eine fünfminütige Vollgas-Phase der Hausherren ein. In der 31. Minute das 2:1 für den BVB durch Mkhitaryan, der eine maßgenaue Reus-Flanke per Flugkopfball ins Netz wuchtete. Und nur drei Minuten später gar das 3:1 für die nun wie entfesselt aufspielenden Gastgeber. Einen Reus-Freistoß wehrten die Hoffenheimer zu unkontrolliert ab. Der freistehende Piszczek nahm die Einladung an und schlenzte das Leder per Außenrist in den rechten Torwinkel. Innerhalb weniger Minuten hatte der BVB die Partie gedreht.

Nach dem Wechsel schienen beide Teams den Schwung der ersten 45 Minuten in der Kabine gelassen zu haben. Die Partie verflachte mit fortschreitender Spieldauer. Zwar war Dortmund um weitere Abschlußmöglichkeiten bemüht (Lewandowski, Reus), doch zwingende Gefahr für die Gäste verursachte Borussia dadurch nicht. Lediglich zwei Fernschüße von Großkreutz in der 59. und 60. Minute brachten die TSG nochmal in Bedrängnis.

Die Partie plätscherte nun fast ereignislos dahin – bis ausgerechnet Roman „Mr. Zuverlässig“ Weidenfeller in der 62. Minute nochmal für ein klein wenig Spannung sorgte. Einen Fernschuß von Süle ließ Borussias Nationalkeeper zum Anschlußtreffer der Gäste durch die Beine rutschen. Das wars dann allerdings auch schon, denn in der Folgezeit kamen beide Teams nicht mehr zu wirklich zwingenden Torchancen. Einziger Höhepunkt war schließlich noch die Auswechslung von Lewandowski kurz vor Spielende. Der Pole wurde bei seinem letzten Heimspiel für den BVB von den Fans mit Standing-Ovations und Sprechchören würdig verabschiedet.

Rassiger Zweikampf Großkreutz / Johnson (Foto: kicker)

ANALYSE

Eine allzu kritische Analyse verbietet sich für dieses letzte BVB-Heimspiel der laufenden Saison. Zum einen hatten die Schwattgelben bereits vor dem Anpfiff ihr Bundesliga-Saisonziel erreicht. Zum anderen lag der Fokus dieses letzten Saisonauftritts vor eigenem Publikum auf der Person Robert Lewandowski.

Der Pole absolvierte sein letztes Spiel als Borusse im Westfalenstadion und stand bereits vor Spielbeginn im Rahmen seiner offiziellen Verabschiedung logischerweise im Mittelpunkt des Interesses. Seine letzten 90 Minuten als Borusse im Westfalenstadion absolvierte der Torjäger, wie man es von ihm gewohnt ist. Lewy war sowohl Anspielstation als auch Vorbereiter, war Prellbock und Vorlagengeber – aber ein eigener Treffer wollte dem in Dortmund zum Weltklassespieler gereiften Polen partout nicht gelingen. Gelegentlich wirkte Lewandowski ungewohnt eigensinnig. In einigen Situationen wurde regelrecht spürbar, daß er sich unbedingt (verständlicherweise) mit einem Treffer vom Dortmunder Publikum verabschieden wollte.

Nach anfänglichem Tohuwabohu im Defensivverhalten bot die Borussia ihren Fans insgesamt ein recht kurzweiliges und im ersten Durchgang teilweise hochklassiges Spiel. Gelegentliche Unkonzentriertheiten beider Teams (Höhepunkt Weidenfellers Lapsus beim 3:2) waren eindeutig der Tatsache geschuldet, daß sowohl für den BVB als auch für die Gäste nicht mehr so furchtbar viel auf dem Spiel stand.

Erwähnenswert das Comeback von Marcel Schmelzer. Der Nationalverteidiger hatte seinen Faserriß auskuriert und mit der Startelf-Nominierung seine sechswöchige Wettkampf-Abstinenz beendet. Die lange Pause war Schmelle durchaus anzumerken, was jedoch niemanden wirklich verwundern konnte.

Kevin Großkreutz zeigte sich einmal mehr von seiner besten Seite. Borussias Allzweckwaffe entpuppte sich mit zunehmender Spieldauer als diesmal stärkste Dortmunder Offensivkraft. Großkreutz war an fast allen gefährlichen Aktionen seiner Mannschaft beteiligt und krönte seinen starken Auftritt mit seinem ersten Tor in dieser Bundesliga-Saison.

Ein eigener Treffer gelang Marco Reus diesmal zwar nicht. Dennoch war der Nationalspieler einmal mehr ein absoluter Aktivposten des Dortmunder Spiels und erneut an zwei Toren seiner Mannschaft als Vorbereiter direkt beteiligt.

Starker Auftritt: Sokratis gegen Firmino (Foto: kicker)

Aus meiner Sicht ein wenig unverständlich und auch enttäuschend, daß Manuel Friedrich ein letzter Einsatz vor heimischem Publikum verwehrt blieb. Zwar wurde der Routinier (wie Lewandowski) vor dem Spiel offiziell verabschiedet. Doch wird es wohl Jürgen Klopps Geheimnis bleiben, warum er seinem langjährigen Weggefährten in dessen letztem Westfalenstadion-Einsatz nicht wenigstens ein paar Einsatz-Minuten gönnte und  ihn damit um den verdienten Szenen-Applaus brachte.

Abschließend bleibt festzuhalten, daß die Schwattgelben ihre schon während der Saison mehrfach nachgewiesene großartige Mentalität und Charakterstärke auch gegen Hoffenheim unter Beweis stellten. Die Lust am Spiel und der Wille zum Sieg war der Klopp-Elf auch in diesem sportlich relativ bedeutungslosen Duell mit den Kraichgauern jederzeit anzumerken – und fand seine Krönung zwischen der 29. und 34. Minute, als die Mannschaft den frühen Rückstand in einen vorentscheidenden 3:1-Vorsprung drehte. Durch den letztlich verdienten 3:2-Sieg bleibt Borussia Dortmund in der Erfolgsspur der letzten Wochen.

Die Pressekonferenz mit Jürgen Klopp nach dem Spiel gegen Hoffenheim (präsentiert von SportLiveDortmund)

DIE STATISTIK

Borussia Dortmund: Weidenfeller – Piszczek, Sokratis, Hummels, Schmelzer – Jojic, Sahin – Mkhitaryan, Reus, Großkreutz – Lewandowski

TSG Hoffenheim: Grahl – Johnson, Abraham, Süle, Beck – Elyounoussi, Strobl, Polanski, Rudy – Roberto Firmino, Volland

Einwechselungen: 76. Aubameyang für Reus, 81. Hofmann für Mkhitaryan, 90.+1 Schieber für Lewandowski – 54. Salihovic fürElyounoussi, 61. Gyau für Polanski, 85. Nazario für Strobl

Tore: 0:1 Roberto Firmino (5., Rudy), 1:1 Großkreutz (29., Jojic), 2:1 Mkhitaryan (31., Reus), 3:1 Piszczek (34., Freistoß Reus), 3:2 Süle (66.)

Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden)

Gelbe Karte: – Polanski

Zuschauer: 80.200 (ausverkauft)

HIER SPRICHT KLOPPO

„Zweitletzter Spieltag, Abschiedszeremonien – der undankbarste Gegner, den man zu einem solchen Zeitpunkt in der Saison kriegen kann, ist Hoffenheim. Die lassen sich von einer Atmosphäre, wie wir sie haben, inspirieren, sind schnell, haben einen guten Plan und Lust auf Fußball. Alles, was einem da an Konzentration fehlt, musst du durch Laufen ausgleichen. So kam diese Anfangsphase zustande. Wir hatten Aktien am Gegentor und an der Großchance, da waren wir noch nicht richtig da. Danach waren wir geweckt und im Spiel, haben tollen Fußball gespielt. Die erste Halbzeit war sehr spektakulär, das hat den Leuten, denke ich, richtig Spaß gemacht. Dafür, dass der Druck weg war, war das heute herausragend gut und Werbung für den Fußball.“

MEINE BVB-NOTEN

Weidenfeller (4), Piszczek (3), Sokratis (2), Hummels (3), Schmelzer (3,5), Sahin (4), Jojic (3,5), Mkhitaryan (3), Reus (2,5), Großkreutz (2), Lewandowski (3,5), Hofmann (-), Aubameyang (-), Schieber (-).

4:2 – Furioser BVB nicht zu stoppen

Borussia Dortmund hat sein Saisonziel in der Bundesliga erreicht. Am Nachmittag besiegte der BVB den FSV Mainz 05 mit 4:2 und machte damit die direkte Champions-League-Qualifikation perfekt. 80.500 Zuschauer im ausverkauften Westfalenstadion erlebten ein Offensivspektakel und einen offenen Schlagabtausch allererster Güte. Von Müdigkeit oder Erschöpfungszuständen zum Abschluß der fünften englischen Woche in Folge war bei den Schwattgelben nichts zu spüren. Milos Jojic, Robert Lewandowski, Lukasz Piszczek und Marco Reus erzielten die Treffer zum hochverdienten und furios herausgespielten Dortmunder Sieg gegen aufopferungsvoll kämpfende, letztlich aber chancenlose Mainzer.


Borussias 1:0 durch Jojics abgefälschten Schuß. (Foto: kicker)

PERSONAL

Jürgen Klopp änderte die siegreiche Mannschaft aus dem Pokalfight gegen Wolfsburg auf drei Positionen. Weidenfeller und Kehl fehlten leicht angeschlagen, Großkreutz bekam eine längst verdiente schöpferische Pause. Langerak, Kirch und Jojic rückten statt ihrer in die Startformation, die Klopp im altbewährten 4-2-3-1-System ausrichtete.

SPIELVERLAUF

Borussia begann wie die Feuerwehr. Mit schnellen Kombinationen schien der BVB die Gäste überrennen zu wollen. Bereits in der 3. Minute bewahrte der Pfosten die Mainzer nach einem Reus-Freistoß vor einem frühen Rückstand. Zwar versuchte die Tuchel-Elf mit recht harter Gangart die Borussen am Spielaufbau zu hindern, doch die wie entfesselt auftretenden Schwattgelben kamen in der 8. Minute zum 1:0. Einen Schuß von Jojic fälschte Kirch mit einem unabsichtlichen Handspiel unhaltbar für Karius ab. Auch danach Dortmund nicht zu stoppen. Mit teilweise furiosen Ballstafetten kam der BVB immer wieder zu gefährlichen Aktionen vor dem Gästetor. Mkhitaryans Schuß in der 12. Minute wurde von Noveski knapp neben das Tor abgefälscht. Mainz nur sporadisch mit Offensivaktionen, von denen eine in der 14. Minute jedoch zum überraschenden Ausgleich führte. Okazakis Schuß fälschte Hummels unerreichbar für Langerak ins eigene Tor ab.

Dortmund schüttelte sich kurz und spielte danach weiter groß auf. Einen Traumpaß von Sahin auf den rechts durchstartenden Mkhitaryan legte dieser quer zu Lewandowski. Der polnische Torjäger umkurvte Karius und schob mit seinem 18.Saisontor zum 2:1 für den BVB ein (18.). Mit hohem Tempo ging es bis zur Halbzeit weiter. Lewandowski und Reus (22. und 24.) scheiterten bei weiteren Gelegenheiten für Dortmund, Choupo-Moting (25.) und Malli (35.) taten es ihnen für Mainz gleich.

Kollektiver Jubel über Piszczeks 3:2 (Foto:Kicker)

Nach dem Wechsel wollte Dortmund die schnelle Entscheidung und startete ein regelrechtes Powerplay. Reus (48.) und Lewandowski (52.) scheiterten jedoch an Karius. Effektiver zeigten sich die Gäste. Okazaki erlief einen katastrophalen Sahin-Rückpaß und schob ihn am verdutzten Langerak vorbei zum 2:2 ins Tor der Borussia. Doch wie schon nach dem 1:1 ließ die Antwort der Schwattgelben auch diesmal nicht lange auf sich warten. Einen Freistoß von Marco Reus veredelte Lukasz Piszczek zur erneuten Dortmunder Führung. Mit dem Rücken zum Tor stehend beförderte der polnische Rechtsverteidiger das Leder ins Mainzer Gehäuse.

Die Gäste hatten dem nun folgenden Sturmlauf des BVB kaum noch etwas entgegenzusetzen. Zweimal scheiterte Lewandowski an Karius (63., 64.), bevor Okazaki einen Hummels-Kopfball von der Torlinie kratzte (67.). Mainz kam kaum noch zum Luftholen und geriet in puncto Torschüsse bis zur 75. Minute mit 7:21 (!!) in Rückstand. Das 4:2 lag mehr als in der Luft und in der 79. Minute war es dann endlich soweit. Nach einem Traumzuspiel von Reus umkurvte Lewandowski den starken Karius. Seinen strammen Schuß aus spitzem Winkel konnte Bungert nur per Handspiel stoppen und sah dafür die Rote Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelte der überragende Reus mit seinem 15. Saisontor zum 4:2 für den BVB. Der Wiederstand der Gäste war nun endgültig gebrochen und Dortmund kam in Überzahl durch den eingewechselten Aubameyang noch zu zwei hochkarätigen Chancen (86., 87.), die dieser jedoch ungenutzt ließ. Am Ende stand ein hochverdienter 4:2-Sieg einer spektakulär aufspielenden Borussia.

ANALYSE

Die Frage muß erlaubt sein: Woher nimmt der BVB diese Energie und Kraft? Trotz andauernder personeller Nackenschläge und zuletzt zwölf Spielen innerhalb von 36 Tagen präsentiert sich Borussia zum Saisonende in Gala-Form. Körperlich und mental befindet sich diese Mannschaft momentan auf absolutem Top-Niveau und spielt hochkarätige Gegner wie Madrid, Bayern München, Wolfsburg und auch die zuvor stark auftrumpfenden Mainzer in Grund und Boden.

Lewandowskis 2:1 für Borussia (Foto: kicker)

Der Schlüssel schlechthin zu dieser bemerkenswerten Verfassung der Dortmunder Mannschaft heißt Jürgen Klopp. Wen immer der Coach derzeit aufstellt und mit welchem System er seine Elf auch ausstattet – Klopp trifft mit seinen Entscheidungen permanent ins Schwarze. Zudem muß der von zahlreichen europäischen Top-Klubs umworbene Erfolgstrainer des BVB auch in puncto Training und Trainingssteuerung einiges richtig machen und gemacht haben. Denn statt, wie er selbst beteuert, auf der letzten Felge zu laufen, präsentiert sich sein ausgedünnter Kader zum Ende einer schwierigen Saison mental und physisch auf allerhöchstem Niveau.

Allen voran Marco Reus. Der Nationalspieler war nie so stark wie momentan. Reus ist der absolute Schlüsselspieler in der Offensive und hat in dem glänzend aufgelegten Mkhitaryan und dem nimmermüden Alleskönner Lewandowski zwei kongeniale Partner. Wenn diese drei aufs Gaspedal drücken, sind sie momentan kaum aufzuhalten.

Natürlich profitieren alle drei auch von Mats Hummels, der nach etlichen Verletzungsunterbechungen endlich zu absoluter körperlicher Fitness gefunden hat und sich mittlerweile in konstant starker Form präsentiert. Der Nationalverteidiger stopft Löcher, gewinnt Zweikämpfe, dirigiert lautstark, zeigt Präsenz und kurbelt die eigene Offensive mit großer Kreativität an. Hummels ist der uneingeschränkte Kopf, das Hirn der aktuellen Mannschaft.

Schlußpunkt: Reus´ Elfmeter zum 4:2 (Foto: kicker)

Dazu präsentieren sich Akteure aus der „zweiten Reihe“ wie Winter-Neuzugang Milos Jojic und Oliver Kirch als vollwertiger Ersatz für die etablierten, aber verletzten Langzeitausfälle. Besonders der junge Serbe beweist von Spiel zu Spiel deutlicher, daß er einen echten Faustpfand für die Zukunft der Schwattgelben darstellt. Klopp und Zorc scheinen in Jojic einmal mehr einen absoluten Rohdiamanten entdeckt zu haben. Routinier Kirch hingegen empfiehlt sich durch konstant starke Leistungen für eine scheinbar kurz bevorstehende Verlängerung seines zum Saisonende auslaufenden Vertrags.

Zum absoluten Shooting-Star im Kader der Borussia könnte Erik Durm werden. Der für den verletzten Marcel Schmelzer ins kalte Wasser gewordene Jungspund hat über die gesamte Saison gesehen einen dermaßen starken und konstanten Eindruck als Linksverteidiger hinterlassen, daß ihn Lothar Matthäus jüngst als ernsthafte Option für Jogi Löws WM-Kader ins Gespräch brachte.

Beeindruckt von seinem Team: Jürgen Klopp (Foto: kicker)

Glückwunsch jedoch an die komplette Mannschaft und den Trainerstab zur vorzeitigen direkten Qualifikation für die neue Champions-League-Saison, die mit dem heutigen Sieg gegen Mainz perfekt gemacht wurde. Der Mannschaft bleiben nun erstmal sechs Tage Zeit zum Durchschnaufen, bevor es am 32. Spieltag zu Bayer Leverkusen geht. Dort will Borussia dringend erneut punkten, denn bis zum Abpfiff der Saison wollen die Schwattgelben unbedingt den zweiten Platz vor ihrem Revier-Nachbarn aus der verbotenen Stadt verteidigen.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, daß Borussia die derzeitige Form bis zum Pokalfinale am 17. Mai in Berlin konservieren kann. Dann steht einem erneuten Gewinn des DFB-Pokals gegen den Erzrivalen Bayern München nichts mehr im Wege.

Die Pressekonferenz mit Jürgen Klopp (präsentiert von SportLiveDortmund)

DIE STATISTIK

Borussia Dortmund: Langerak – Piszczek, Sokratis, Hummels, Durm – Sahin, Kirch – Jojic, Reus, Mkhitaryan – Lewandowski

1. FSV Mainz 05: Karius – Pospech, Bungert, Noveski, Junior Diaz – Geis – Bell, Malli, Moritz, Choupo-Moting – Okazaki

Einwechselungen: 80. Großkreutz für Mkhitaryan, 81. Hofmann für Jojic, 84. Aubameyang für Reus – 46. Saller und Parker für Bell und Moritz, 75. Koo für Malli

Tore: 1:0 Jojic (6.), 1:1 Okazaki (14., Junior Diaz), 2:1 Lewandowski (18., Mkhitaryan), 2:2 Okazaki (53.), 3:2 Piszczek (56., Freistoß Kirch), 4:2 Reus (79., Handelfmeter, Lewandowski)

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)

Rote Karte: 78. Bungert (Handspiel)

Gelbe Karten: Jojic – Okazaki

Zuschauer: 80.500 (ausverkauft)

HIER SPRICHT KLOPPO

„Das war herausragend gut, was meine Truppe gemacht hat. Nichts war selbstverständlich heute. Zu allem, was zusammenkommen kann, hat heute auch noch die Sonne geschienen. Das ist für Fußballer nicht so toll. Dennoch hat meine Mannschaft den inneren Schweinhund ein für allemal besiegt. Sie ist aggressiv angelaufen, hat ein hohes Tempo gespielt. Das erleichtert mich total. Es war stark; dazu tolle Tore. Es hätte sogar das eine oder andere mehr sein können. Dennoch war das Spiel lange Zeit eng. Noch neun Punkte aus den letzten drei Spielen, und alles ist gut.“

MEINE BVB-NOTEN

Langerak (3), Piszczek (3), Sokratis (2,5), Hummels (2,5), Durm (3), Sahin (3), Kirch (2,5), Jojic (2,5), Reus (1), Mkhitaryan (2), Lewandowski (2,5), Großkreutz (-), Hofmann (-), Aubameyang (-).

Klopp plant „leise Rotation“ gegen die Wölfe

Nur drei Tage nach dem Viertelfinal-Hinspiel der Champions League in Madrid wartet auf Borussia Dortmund das nächste wichtige Spiel. Im Westfalenstadion empfangen die Schwattgelben im Rahmen des 29. Spieltags der Bundesliga den VfL Wolfsburg. Mit den Niedersachsen kommt eine Mannschaft, bei der der BVB in der Hinrunde mit 1:2 unterlag und der sich noch realistische Chancen auf Platz vier ausrechnet, der zu den Qualifikationsspielen zur kommenden Champions League-Saison berechtigt. Der BVB selbst braucht die Punkte jedoch genauso dringend. Zum einen, um den direkten Verfolger aus Gelsenkrichen auf Distanz zu halten. Zum anderen, um dem vorrangigen Saisonziel – die direkte Champions League-Qualifikation – ein entscheidendes Stück näher zu kommen.


Kreuzbandriss im Hinspiel: Neven Subotic

Das heutige Duell mit den Wölfen erfährt in nur zehn Tagen eine Neuauflage. Die Hecking-Elf ist bekanntlich Gegner des BVB im DFB-Pokal-Halbfinale. Am 15. April wird man erneut im Westfalenstadion die Klingen kreuzen und um den Einzug ins Berliner Finale kämpfen. Das Pokalspiel allerdings ist für die Mannschaft von Jürgen Klopp noch weit weg. Dazwischen liegt noch das CL-Rückspiel gegen Real Madrid und das Duell gegen den Erzrivalen Bayern München in der Allianz-Arena.

Personell ändert sich gegenüber dem 3:2-Sieg im letzten Bundesligaspiel beim VfB Stuttgart nicht viel. Die Verletztenliste der Borussia ist unverändert lang. Zwar konnte Marcel Schmelzer wieder individuelles Lauftraining absolvieren, steht Jürgen Klopp allerdings längst noch nicht wieder zur Verfügung. Aufgrund der hohen Anzahl bereits absolvierter Spiele und angesichts der noch bevorstehenden wichtigen Aufgaben in allen drei Wettbewerben, liegt die Vermutung nahe, daß Klopp gegen Wolfsburg im Rahmen der nur spärlich vorhandenen Optionen leicht rotieren wird. Da Oliver Kirch in Hannover und Stuttgart einen befriedigenden Gesamteindruck hinterließ, scheint es sicher, daß der Blondschopf auch gegen Wolfsburg eine der beiden Sechser-Positionen bekleiden wird. Allerdings scharrt auch Milos Jojic mit den Hufen und scheint nach mehreren vielversprechenden Kurzeinsätzen reif für einen Startelf-Einsatz. Wahrscheinlich gönnt Jürgen Klopp seinem Kapitän Sebastian Kehl eine Verschnaufpause.

Olic´s 2:1 im Hinspiel. Weidenfeller chancenlos.

Auch Lukasz Piszczek schien zuletzt kräftemäßig „durchzuhängen“. Hier könnte Klopp seine Allzweckwaffe Kevin Großkreutz auf die Rechtsverteidiger-Position zurückziehen. Für dessen Part auf einer der beiden Außenpositionen im offensiven Mittelfeld wären dann entweder Pierre-Emerick Aubameyang oder Jonas Hofmann die entsprechenden Optionen.

Wie immer am Ende einer englischen Woche wird es gegen Wolfsburg wahrscheinlich ein Geduldsspiel werden. Für die Klopp-Elf gilt es, zunächst defensiv kompakt zu stehen und sich durch viel Ballbesitz die entsprechende Sicherheit für entschlossenes und zielgerichtetes Offensivspiel zu holen. Auch die logischerweise durch das kräfteraubende Spiel in Madrid in den Dortmunder Knochen steckende Müdigkeit muß erst einmal „rausgelaufen“ werden. Geduld also ist das Zauberwort – sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen. Der Vorsatz, spektakulären Fußball bieten zu wollen, ist grundsätzlich gut – darf aber nicht zu Ungeduld und Nervosität führen oder gar zur Aufgabe der defensiven Kompaktheit verleiten. Notfalls kann auch ein eventuelles Remis zum Erreichen des großen Saisonziels beitragen.

Rein statistisch sieht die Heimbilanz der Borussia gegen Wolfsburg durchaus vielversprechend aus. Zwar verloren die Borussen ihr Vorjahres-Heimspiel mit 2:3. Doch weist die Bilanz im Westfalenstadion zehn Dortmunder Siege, drei Remis und lediglich drei Gästeerfogle aus. Das Torverhältnis lautet 35:19 für den BVB.

Übrigens: Hummels und Sokratis müssen „aufpassen“. Beide Dortmunder Innenverteidiger gehen mit vier gelben Karten vorbelastet in das Spiel. Bei einer weiteren Verwarnung wären sie für das Spiel beim FC Bayern München gesperrt.

Die PK mit Jürgen Klopp zum Spiel gegen Wolfsburg (präsentiert von SportLiveDortmund):

Mein Tipp:

Borussia wird sich schon aufgrund der hohen Belastungen der letzten Wochen schwer tun, aber dennoch knapp mit 2:1 gewinnen.

Die möglichen Aufstellungen:

BVB: Weidenfeller – Großkreutz (Piszczek), Sokratis, Hummels, Durm – Sahin , Kirch (Jojic) – Hofmann (Großkreutz), Mkhitaryan, Reus – Lewandowski.

VfL: Benaglio – Träsch, Naldo, Knoche, Rodriguez – Luiz Gustavo, Malanda – de Bruyne, Arnold, Perisic – Olic.

Klopp erwartet intensiven Fight „im Ländle“

Die Aufarbeitung des torlosen Derbys gegen Schalke 04 fiel Jürgen Klopp nicht schwer. Seine Mannschaft bot eine Klasse-Vorstellung gegen die „Königsblauen“, vergaß lediglich das Toreschießen. Durch das unnötige Remis gegen den Reviernachbarn verpaßte es der BVB jedoch, sich von einem direkten Konkurrenten abzusetzen und braucht nun im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart unbedingt einen „Dreier“, will man nicht Gefahr laufen, auf Platz drei abzurutschen. In diesem Falle würden die Schwattgelben auch wieder den Atem des Tabellenvierten Bayer Leverkusen im Nacken spüren.


Piszczek (hier gegen Traore) droht auszufallen

Bei der Rückkehr in seine Geburtsstadt erwartet Jürgen Klopp ein intensives Spiel gegen abstiegsbedrohte Stuttgarter. Denn die seit drei Spielen vom Holländer Huub Stevens gecoachten Schwaben stehen gegen den BVB unter gewaltigem Erfolgsdruck. Ein Sieg gegen den Vizemeister ist für den VfB eigentlich  Pflicht, will man im Kampf um den Klassenerhalt nicht schon fast hoffnungslos zurückfallen. Das anschließende Restprogramm der Schwaben hat es nämlich in sich.

Borussia will dagegen mit einem Sieg im Ländle seinen zweiten Tabellenplatz verteidigen und käme somit auch seinem vor der Saison ausgegebenem Ziel der direkten Champions-League-Qualifikation ein entscheidendes Stück näher. Angesichts des am Mittwoch bevorstehenden CL-Hinspiels bei Real Madrid will der BVB zudem eine „nervende“ Negativserie beenden – die letzten vier Bundesligaspiele vor einem Champions-League-Spiel gingen für die Schwattgelben allesamt verloren. Zuletzt gab es vor dem Königsklassen-Hinspiel in St.Petersburg die blamable 0:3-Klatsche beim ebenfalls abstiegsbedrohten Hamburger SV und im Vorlauf zum Rückspiel gegen die Russen setzte es im Westfalenstadion eine peinliche 1:2-Pleite gegen Borussia Mönchengladbach.

Beim Wiedersehen mit dem an Stuttgart ausgeliehenen Moritz Leitner ist die Personalsituation des BVB unverändert angespannt. Subotic, Blaszczykowski, Gündogan, Schmelzer und Bender fehlen bekanntlich schon länger und somit auch am Samstag. Fraglich sind die von einem grippalen Infekt gebeutelten Weidenfeller und Aubameyang. Zudem plagt sich Lukasz Piszczek mit muskulären Problemen herum und droht auszufallen. Für den polnischen Nationalspieler würde vermutlich Kevin Großkreutz wieder auf die rechte Abwehrseite zurückkehren. Seinen Platz im Mittelfeld könnten Aubameyang (falls fit) oder Jonas Hofmann übernehmen. Aufpassen müssen Hummels und Sokratis – Borussias Innverteidiger-Duo ist mir vier gelben Karten vorbelastet. Beiden droht somit Karte Nummer fünf und folglich eine Sperre für das nächste Bundesligaspiel.

Beim 6:1 im Hinspiel erzielte Marco Reus das 2:1 für Borussia

Wie die Startformation auch aussehen wird – für den BVB gilt es, in Stuttgart (anders wie z.B. beim HSV) den von Beginn an zu erwartenden „Fight“ anzunehmen, defensiv kompakt zu stehen und über gewonnene Zweikämpfe zu spielerischer Linie zu finden. Sollte das den Schwattgelben gelingen und die gegen Schalke 04 vermißte Kaltschnäuzigkeit im Abschluß zurückkehren, kann der Sieger am Samstag nachmittag eigentlich nur Borussia Dortmund heißen.

Während der BVB das Hinspiel im Westfalenstadion mit einem Gala-Auftritt 6:1 gewann, ist die Auswärts-Statistik gegen die Schwaben stark ins Positive ausbaufähig. Von den bisherigen 45 Duellen im Neckarstadion konnte Borussia lediglich zehn gewinnen. Neun Spiele endeten remis und sage und schreibe 26mal behielt der VfB die Oberhand. Das Torverhältnis ist mit 91:54 zugunsten des VfB alarmierend schlecht.

Die PK mit Jürgen Klopp zum Spiel in Stuttgart (präsentiert von SportLiveDortmund)

Mein Tipp: Borussia wird den zu erwartenden „Kampf auf Biegen und Brechen“ mit 1:0 gewinnen.

Die möglichen Aufstellungen:

VfB: Ulreich – Schwaab, Rüdiger, Niedermeier, Sakai – Gentner, Boka – Harnik, Traore, Rausch – Ibisevic.

BVB: Weidenfeller (Langerak) – Großkreutz, Sokratis, Hummels, Durm – Sahin, Kehl – Aubameyang (Hofmann), Mkhitaryan, Reus – Lewandowski.