Alle Testspiele in der Statistik

Die heiße Phase der Vorbereitung ist beendet. Heute abend geht es für Borussia Dortmund um den ersten offiziellen Titel der neuen Saison. Gegen den Erzrivalen und Deutschen Meister Bayern München will der BVB den im Vorjahr errungenen Supercup im ausverkauften Westfalenstadion verteidigen. Als kleinen Service für alle schwattgelben Fans haben wir nachfolgend alle Vorbereitungsspiele der Borussia nochmal statistisch aufgearbeitet.


15.07.2014

Hessen Kassel – BVB 1:4

BVB: Alomerovic (46. Bonmann) – Piszczek (46. Bender), Hornschuh, Nyarko, Schmelzer (46. Dudziak) – Kehl (46. Kirch) – Jordanov, Jojic (46. Mkhitaryan), Gyau, Harder – Aubameyang (46. Hofmann)

Tore: 1:0 Lemke (38.), 1:1 Jordanov (63.), 1:2 Mkhitaryan (66.), 1:3 Harder (71.), 1:4 Kirch (77.)

Zuschauer: etwa 17.000

19.07.2014

FC Heidenheim – BVB 3:4

BVB: Alomerovic – Piszczek (46. Narey), Hornschuh, Nyarko (74. Subotic), Schmelzer (46. Bandowski) – Kirch (46. Bender), Kehl (46. Jojic) – Gyau, Harder, Jordanov (46. Mkhitaryan) – Aubameyang (46. Hofmann)

Tore: 0:1 Aubameyang (21.), 1:1 Niederlechner (24.), 2:1 Leipertz (38.), 2:2 Mkhitaryan (54.), 3:2 Mayer (66.), 3:3 Mkhitaryan (71.), 3:4 Gyau (86.)

Zuschauer: 9.000

22.07.2014

VfL Osnabrück – BVB 1:1

BVB 1. Halbzeit: Bonmann – Piszczek, Subotic, Stankovic, Schmelzer – Kirch, Bender – Hofmann, Ji, Gyau – Aubameyang

BVB 2. Halbzeit: Alomerovic – Narey, Hornschuh, Zimmermann, Bandowski – Kehl – Jordanov, Jojic, Mkhitaryan, Harder – Immobile

Tore: 1:0 Feldhahn (34., Foulelfmeter), 1:1 Mkhitaryan (65.)

Zuschauer: 13.000

27.07.2014

Rot-Weiß Essen – BVB 1:5

BVB: Bonmann (46. Langerak) – Piszczek (48. Knystock), Subotic (78. Maruoka), Zimmermann, Schmelzer (68. Güll) – Sahin (46. Kehl), Kirch (46. Bender) – Hofmann (73. Amini), Mkhitaryan (46. Jojic) Aubameyang (46. Ji), Immobile (46. Derstroff)

Tore: 0:1 Aubameyang (8.), 0:2 Aubameyang (10.), 0:3 Subotic (22.), 0:4 Mkhitaryan (25.), 0:5 Immobile (30.), 1:5 Soukou (40.)

Zuschauer: 17.000

01.08.2014

BVB – Chievo Verona 1:0 (in Altach, AUT)

BVB 1. Halbzeit: Langerak – Piszczek, Subotic, Zimmermann, Schmelzer – Maruoka, Kehl, Amini, Hofmann – Ramos, Immobile

BVB 2. Halbzeit: Bonmann – Knystock, Sokratis, Zimmermann, Güll – Bender – Jojic, Kirch – Maruoka, Ji, Aubameyang

Tor: 1:0 Aubameyang (73.)

Zuschauer: 7.156 in Altach (AUT)

03.08.2014

FC Rapperswil – BVB 0:10

BVB 1. Halbzeit: Langerak – Knystock, Subotic, Ginter, Schmelzer – Kirch – Jojic, Mkhitaryan – Ji – Aubameyang, Ramos

BVB 2. Halbzeit: Bonmann – Knystock, Sokratis, Sarr, Güll – Kehl, Bender – Maruoka, Amini, Hofmann – Immobile

Tore: 0:1 Aubameyang (2.), 0:2 Aubameyang (15.), 0:3 Ji (16.), 0:4 Mkhitaryan (26.), 0:5 Ji (37.), 0:6 Ramos (39.), 0:7 Maruoka (52.), 0:8 Immobile (56.), 0:9 Hofmann (75., Foulelfmeter), 0:10 Immobile (89.)

Zuschauer: 2.800 (ausverkauft)

06.08.2014

Slask Breslau – BVB 0:3

 BVB: Langerak – Piszczek (81. Knystock), Subotic (70. Sarr), Sokratis (46. Ginter), Schmelzer (77. Güll) – Mkhitaryan (60. Maruoka), Kehl (46. Jojic), Kirch (81. Amini), Hofmann (88. Blaszczykowski) – Aubameyang (46. Ramos), Immobile (46. Ji)

Tore: Mkhitaryan (10.), 0:2 Immobile (20.), 0:3 Ramos (82.)

Zuschauer: 34.000

10.08.2014

FC Liverpool – BVB 4:0

BVB: Langerak – Piszczek (58. Großkreutz), Sokratis (81. Sarr), Ginter, Schmelzer (81. Knystock) – Kehl (46. Bender) – Aubameyang (71. Bandowski), Jojic (76. Amini), Kirch (46. Hofmann), Mkhitaryan (63. Ji) – Ramos (46. Immobile)

Tore: 1:0 Sturridge (10.), 2:0 Lovren (14.), 3:0 Coutinho (48.), 4:0 Henderson (61.)

Zuschauer: 46.000 (ausverkauft)

Die Pressekonferenz zum Supercup-Spiel gegen Bayern München (präsentiert von SportLiveDortmund)

Soooo….nun lasst die Saison beginnen – her mit dem ersten Titel!!!

Nur der BVB!!

Subotic: Comeback eines Musterprofis

Am vorigen Samstag war es endlich soweit. Beim Testspiel in Heidenheim kehrte Neven Subotic aktiv in den Spielbetrieb des BVB zurück. Nach ca. achtmonatiger Verletzungspause feierte Borussias Innenverteidiger sein Comeback im schwattgelben Dress. Nachdem der Serbe fast das komplette Programm beim Kurz-Trainingslager im Brixental ohne größere Beschwerden absolvieren konnte, hielt Jürgen Klopp die Zeit für gekommen, seinen Musterprofi zurück auf den grünen Rasen zu schicken. Eine gute Nachricht also nicht nur für Spieler und Trainer, sondern auch für die riesige Fangemeinde der Borussia.


Starkes Duo: Subotic/Hummels

Subotic hatte sich im November vergangenen Jahres beim Bundesligaspiel des BVB in Wolfsburg einen Kreuz- und Innenbandriss zugezogen und bildete bis dahin an der Seite von Mats Hummels eines der besten Verteidiger-Duos Europas. Sofort nach der erforderlichen Operation arbeitete der Abwehrspieler mit großem Ehrgeiz und noch größerem Willen an seinem Comeback.

Die schweißtreibende Schufterei abseits des grünen Rasens und getrennt von den Mannschaftskollegen hat sich für den 25jährigen Nationalspieler ausgezahlt. Unzählige Stunden durchlief Subotic die unvermeidliche und sowohl körperlich als auch mental kräftezehrende Odyssee durch Reha-Zentren und Krafträume. Sollten keine unvorhergesehenen Probleme oder Rückschläge am lädierten Knie auftreten, dürfte Subotic bis zum Bundesliga-Start „spielfit“ und endlich wieder vollständig einsatzbereit sein.

Persönliche Hilfe vor Ort

 

Trotz Reha-Stress und eng bemessener Freizeit kümmerte sich der BVB-Profi während seiner Abstinenz von der großen Fußball-Bühne weiter um sein „Projekt Wasser“. Mit seiner „Neven-Subotic-Stiftung“ versorgt Subotic Schulen in Äthiopien mit Toiletten und Wasserbrunnen. Selbst in Großteilen seines Urlaubs, den die meisten seiner Berufskollegen an den Badestränden dieser Welt verbringen, kümmert sich Neven persönlich und vor Ort um dieses Projekt.

Mit seinem Engagement für die Ärmsten der Armen will der Dortmunder benachteiligten Kindern helfen, deren Lebenschancen zu verbessern. Wenn Subotic über sein Projekt berichtet, glänzen und strahlen seine Augen. Durch seine regelmäßigen persönlichen Besuche vor Ort sind ihm diejenigen, für die er sich so sehr engagiert, noch mehr ans Herz gewachsen.

„Meine Motivation ist gewachsen und ich habe die Notwendigkeit des Handelns erkannt den Menschen, die es nicht so gut haben, zu helfen.“ (Neven Subotic)

(weitere Infos unter http://www.nevensuboticstiftung.de)

Fan-Nähe: Subotic in DO-City

 

Keine Frage. Mit Neven Subotic kehrt nicht nur ein Musterprofi, sondern auch ein „echter Typ“ und großartiger Mensch, auf den grünen Rasen zurück. Der serbische Nationalspieler erfreut sich aufgrund seines lockeren, stets freundlichen Auftretens sowie seiner gelebten Nähe zu den Fans größter Beliebtheit über Borussias Vereinsfarben hinaus.

Schön, daß Du zurück bist. Alles Gute, Neven!

In diesem Sinne – schwattgelbe Grüße.  NUR  DER  BVB !!

BVB: Start in eine schwierige Vorbereitung

Während die Fußball-WM in Brasilien in ihre entscheidende Phase tritt, hat bei den meisten Klubs der ersten und zweiten Bundesliga bereits die Vorbereitung auf die neue Saison begonnen. Am gestrigen Samstag stieg auch Borussia Dortmund wieder ins Training ein. Beim Aufgalopp in die neue Spielzeit, in dessen Mittelpunkt der bei den Spielern „sehr beliebte“ Laktattest rückte, stand Borussias neuem Rekord-Trainer Jürgen Klopp (seit dem 01.07. im siebten BVB-Jahr) wegen des unterschiedlichen Einstiegs der WM-Teilnehmer allerdings nur ein Rumpf-Kader zur Verfügung. Marco Reus und Ilkay Gündogan fehlen verletzungsbedingt und sollen aller Voraussicht nach erst Mitte September in den Trainingsbetrieb einsteigen.

Zwei Trainingslager (08.-12.07. in Brixental/Kitzbüheler Alpen / 29.07. – 06.08. Bad Ragaz/Schweiz) bilden die Kernpunkte der Saisonvorbereitung der Schwattgelben, die mit dem Spiel der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde bei den Stuttgarter Kickers am 16.08. endet. Eingebettet in insgesamt acht Testspiele soll bis dahin die körperliche und taktische Basis für die kommende Spielzeit gelegt werden. Höhepunkte der sechswöchigen Vorbereitung sind das Testspiel beim FC Liverpool (10.08.) und das Supercup-Finale gegen Bayern München im heimischen Westfalenstadion (13.08.).

Die Saisonziele der Borussia sind noch nicht endgültig formuliert. Doch dürfte klar sein, daß die Schwattgelben in der Champions League erneut überwintern und im DFB-Pokal den Einzug ins Berliner Finale wiederholen wollen. In der Bundesliga soll für den BVB erneut eine Platzierung her, die den Verein direkt für die darauffolgende Champions-League-Saison qualifiziert – sprich Platz 1 bis 3.

Die größte Herausforderung für Jürgen Klopp in den kommenden Wochen besteht darin, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten ins Training einsteigenden WM-Teilnehmer rechtzeitig „spielfit“ zu bekommen. Zudem erhalten die deutschen WM-Akteure vier Wochen Urlaub und stehen Klopp sowohl für den Supercup als auch die erste Pokalrunde nicht zur Verfügung.

Außerdem gilt es, den Abgang des langjährigen Torjägers und Angriffsfixpunkts Robert Lewandowski zu kompensieren – eine echte Herkules-Aufgabe. In den vergangenen Jahren ist es dem BVB-Coach stets gelungen, die Verluste großer Leistungsträger wie Barrios, Kagawa und Götze wettzumachen. Die Lücke, die der polnische Weltklasse-Stürmer hinterläßt, dürfte jedoch nicht so einfach zu schließen sein – dafür war dessen sportlicher Wert als Mannschafts- und Teamplayer zu groß. Gut möglich, daß sich durch den Abgang Lewandowskis auch Borussias Spielstil ein wenig ändern wird.

Zwar hat Borussia für die neuen Offensiv-Kräfte Ciro Immobile (19 Mio./ FC Turin), Adrian Ramos (9 Mio. /Hertha BSC) und Dong-Won Ji (ablösefrei vom FC Augsburg) tief in die Schatulle gegriffen. Alle drei werden aber neben einer gewissen und völlig normalen Eingewöhnungsphase erst relativ spät ins Training der Borussia einsteigen, was sowohl ihre sportliche als auch menschliche Integration nicht gerade beschleunigt. Diesbezüglich ist Geduld im gesamten BVB-Umfeld gefragt. Fest verpflichtet wurde schließlich auch der bisher von Real Madrid lediglich ausgeliehene Nuri Sahin (7 Mio.).

Da auch Marco Reus, der die WM bekanntlich verletzungsbedingt verpaßte, erst im Laufe der Hinrunde wieder zur Verfügung steht, gestaltet sich die Formierung einer neuen Mannschaft (speziell der Offensive) und das Einüben von taktischen Abläufen und Automatismen in diesem Sommer extrem schwierig. Um dennoch einen dringend notwendigen erfolgreichen Saisonstart zu gewährleisten, wird Klopps Hauptaugenmerk ausschließlich darauf ausgerichtet sein, die bestmögliche Formation für das erste Bundesligaspiel zu finden. Am 23. August erwartet die Borussia im Westfalenstadion mit Bayer Leverkusen sofort einen ihrer größten Konkurrenten im Kampf um die Champions-League-Plätze.

Die wichtigsten „Neuzugänge“ könnten diesmal ohnehin vielleicht sogar aus dem eigenen Lazarett kommen. Neven Subotic und Jakub Blaszczykowski fehlten der Mannschaft nahezu die komplette Rückrunde der abgelaufenen Saison, Ilkay Gündogan ist seit fast einem Jahr außer Gefecht. Auch und insbesondere durch die Rückkehr dieser drei Spieler wird sich in den nächsten Monaten eine Konkurrenzsituation entwickeln, die es so in Dortmund wohl noch nie gab. Alle drei Spieler heben das Qualitätsniveau des Dortmunder Kaders nochmals auf eine höhere Stufe und bieten Jürgen Klopp nahezu ein unerschöpfliches Reservoir an taktischen Variations- und personellen Rotationsmöglichkeiten. Aber besonders im Falle der Rekonvaleszenten gilt bezüglich ihres Leistungsvermögens das Geduldsprinzip.

Nicht mehr zum Kader gehören neben dem bereits erwähnten Robert Lewandowski auch die beiden Angreifer Julian Schieber und Marvin Ducksch. Schieber wurde für ca. 3 Mio. Euro zu Hertha BSC transferiert, während Ducksch auf Leihbasis zu Aufsteiger SC Paderborn wechselt. Der im vergangenen Herbst aufgrund der großen Verletzungsmisere verpflichtete Manuel Friedrich bricht seine Zelte in Dortmund ebenfalls ab.

Weitere Zu- und Abgänge sind nicht mehr geplant. Lediglich in die Personalie des Freiburger WM-Teilnehmers und Defensivspezialisten Matthias Ginter könnte bis zum Ende der Wechselperiode nochmal Bewegung kommen. Borussia und der Spieler sind sich über einen sofortigen Wechsel einig. Doch weigert sich der SC Freiburg momentan gegen diesen Transfer und pocht verständlicherweise auf Einhaltung des bestehenden Arbeitspapiers. Der BVB hat jedoch die Hoffnung auf ein sofortiges Zustandekommen des Transfers noch nicht aufgegeben, kann den Lauf der Dinge jedoch entspannt abwarten. Dringender oder sogar akuter Handlungsbedarf besteht im Defensivbereich der Borussen definitiv nicht

Eine genaue Analyse über die Breite und Qualität des Dortmunder Kaders sowie die verschiedenen personellen und taktischen Variationsmöglichkeiten, die sich Jürgen Klopp in der kommenden Saison bieten, folgt in den nächsten Tagen.

Borussias vorläufiger Kader für die neue Saison:

– Weidenfeller, Langerak

– Piszczek, Durm, Sokratis, Subotic, Hummels, Sarr, Schmelzer

– Kirch, Sahin, Jojic, Bender, Gündogan, Kehl

– Mkhitaryan, Reus, Aubameyang, Blaszczykowski, Hofmann, Großkreutz

– Immobile, Ramos, Ji.

In diesem Sinne…nur der BVB!

Watzkes neuer Mega-Deal

Eine Woche vor dem offiziellen Trainingsauftakt der neuen Saison ist Borussia Dortmund außerhalb des grünen Rasens ein echter Coup gelungen. Die Schwattgelben gaben im Rahmen einer Pressekonferenz die Verlängerung des Vertrags mit Hauptsponsor „Evonik“ bis zum Jahr 2025 bekannt. Darüberhinaus ist es dem BVB gelungen, den Essener Spezielchemie-Konzern als strategischen Partner zu gewinnen. „Evonik“ erwarb sechs Millionen Aktien für 26,7 Millionen Euro, was einem Aktienanteil von 9,06 Prozent entspricht. Für die nahe Zukunft kündigte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sowohl weitere strategische Partnerschaften als auch eine zweite Kapitalerhöhung und eine wichtige Personalentscheidung an.


FAKTEN

Zwischen dem 1. Juli und dem 30. September will der BVB weitere 24,6 Millionen Aktien für einen oder mehrere weitere strategische Partner auf den Markt bringen. Watzke zeigte sich zuversichtlich, die bereits laufenden Sondierungsgespräche mit einigen Unternehmen zu einem positiven Abschluß bringen zu können. Um welche Unternehmen es sich dabei handelt, verriet der BVB-Boss dabei nicht. Spekulationen ranken sich um den aktuellen Stadion-Namensgeber „Signal Iduna“ sowie Borussias Ausrüsterfirma „Puma“.

Mit dem aus einer zweiten Kapitalerhöhung zu erwartenden Zufluss von mindestens 130 Millionen Euro plant Watzke einen „konservativen Umgang“ in Form einer Ablösung der aktuell noch vorhandenen Stadion-Verbindlichkeiten in Höhe von ca. 34 Mio. Euro sowie des Erwerbs der BVB-Geschäftsstelle am Ruhrschnellweg. Die dadurch ersparten Mittel für Zinsen, Miete und Tilgung sollen in die Mannschaft investiert werden.

Zusätzlich zur Besiegelung der strategischen Partnerschaft verlängerten BVB und „Evonik“ auch den laufenden Sponsoring-Vertrag bis 2025. Der bisherige Basisbetrag von zwölf Mio. Euro jährlich soll sich dabei deutlich erhöhen. Einen genauen Betrag wollten weder der BVB noch „Evonik“ nennen. Das Gesamtvolumen von neuem Sponsoren-Vertrag plus zweier Kapitalerhöhungen beläuft sich auf ca. 300 Mio. Euro.

KOMMENTAR / MEINUNG

Mit dem neuen Sponsoren-Vertrag und der Kapitalerhöhung stößt Borussia Dortmund in bisher nicht gekannte wirtschaftliche Dimensionen vor und ist für die Zukunft bestens gerüstet. Entgegen früherer Zeiten können sich alle Fans der Schwattgelben auf einen verantwortungsvollen Umgang der BVB-Verantwortlichen mit dem neuen „Kapitalsegen“ verlassen.

Zumal Hans-Joachim Watzke, der mit seiner Führungsmannschaft für absolute und zuverlässige Seriösität steht, erfreulicherweise andeutete, Borussia Dortmund über seine aktuell bis 2016 fixierte Vertragslaufzeit hinaus als Geschäftsführer erhalten bleiben zu wollen. Eine endgültige Entscheidung darüber soll bis zum Jahresende fallen.

Sollte sich Watzke wirklich zu einem weiterhin langfristigen Verbleib beim BVB entscheiden, wäre das ein personeller Meilenstein auf dem Dortmunder Weg, sich neben Bayern München als zweiter „Leuchtturm“ des deutschen Fußballs zu etablieren. Der „Retter von 2005“ wäre dann nach seinem erfolgreich durchgeführten Konsolidierungskurs auch der schwattgelbe „Architekt der Zukunft“. Es wäre für Borussia Dortmund ein noch größerer Glücksfall als der gesetzte wirtschaftliche Meilenstein.

WM-Aus für Marco Reus

Es ist der traurige Höhepunkt einer echten Dortmunder Seuchen-Saison. Kurz vorm Abflug der Nationalmannschaft nach Brasilien verletzte sich Marco Reus beim 6:1-Testspielsieg gegen Armenien und fällt damit für die WM aus. Die DFB-Ärzte diagnostizierten beim BVB-Star einen Teilriss des Syndesmosebandes. Reus wird ca. sechs bis sieben Wochen ausfallen. Für den Dortmunder nominierte Bundestrainer Löw Shkodran Mustafi von Sampdoria Genua nach.

Bitteres WM-Aus kurz vorm Abflug: Marco Reus (Foto: kicker)

Borussia Dortmund und die Nationalmannschaft – irgendwie lastet ein kleiner „Fluch“ auf dieser Beziehung. Denn mit Marco Reus fällt bereits der dritte für die WM fest eingeplante BVB-Spieler verletzt aus. Zuvor hatte es bereits Ilkay Gündogan und Marcel Schmelzer erwischt.

Gündogan bestritt seit seiner Auswechslung wegen Rückenproblemen beim Länderspiel gegen Paraguay im vergangenen September kein Fußball-Spiel mehr und arbeitet seitdem intensiv an seinem Comeback. Zwar versuchte Dortmunds Taktgeber einige Male, wieder am Trainingsbetrieb des BVB teilzunehmen. Doch mußte der Mittelfeldspieler immer wieder herbe und bittere Rückschläge hinnehmen. Wann – und ob überhaupt – der Dortmunder Weltklassemann sein Comeback feiern kann, steht nach wie vor in den Sternen.

WM-Aus: Gündogan

Vereinskamerad Schmelzer nahm am WM-Trainingslager der Nationalmannschaft in Südtirol teil, konnte dort aber aufgrund seiner Verletzung so gut wie gar nicht trainieren und fiel schließlich dem Rotstift des Bundestrainers zum Opfer. Für „Schmelle“ war das WM-Aus besonders bitter, gehörte der Linksverteidiger doch seit der Euro 2012 zu Löws festem Stammpersonal.

Nun also Marco Reus. Die Offensiv-Rakete von Borussia Dortmund zählte zu den großen Hoffnungsträgern der deutschen Mannschaft. Experten trauten dem blonden Borussen zu, einer der großen Stars dieser WM zu werden. Dies hat sich jedoch seit gestern Abend auf bitterste Art und Weise erledigt.

Perfekt! Montag unterschreibt Immobile

Borussia Dortmund hat die Nachfolge für seinen zum FC Bayern München abgewanderten Weltklasse-Stürmer Robert Lewandowski geregelt. Nachdem der BVB bereits vor Wochen die Verpflichtung von Adrian Ramos (28) vom Liga-Konkurrenten Hertha BSC Berlin vermeldete, machen die Schwattgelben nun auch den Transfer des italienischen Nationalspielers Ciro Immobile perfekt. Der 24jährige „Serie-A“-Top-Torjäger der vergangenen Saison wechselt für eine geschätzte Ablösesumme von 19,4 Mio. Euro vom FC Turin ins Ruhrgebiet und unterschreibt am morgigen Montag bei Borussia einenVertrag bis 2019. Gegenüber dem Pay-TV-Sender „Sky“ bestätigte Immobile seinen Wechsel und kündigte an, am Wochenanfang in Dortmund zu unterschreiben.

Die Verhandlungen gestalteten sich für Dortmunds Verantwortliche sehr kompliziert, denn Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke mußten an drei verschiedenen Fronten verhandeln. Während man sich mit dem Spieler und dessen Berater relativ schnell handelseinig wurde, entwickelte sich mit dem FC Turin und Juventus Turin (beide Vereine besaßen Transfer-Rechte an dem Stürmer) ein zähes Ringen um die Höhe der geforderten Ablösesumme. Das kurzfristig bekannt gewordene Interesse des spanischen Meisters Atletico Madrid trieb die zunächst kolportierten 15 Mio. Euro in immer neue Höhen. Letztlich scheint der unbedingte Wunsch des Spielers, nur zum BVB wechseln zu wollen, den Ausschlag für Dortmund gegeben zu haben.

Mit Ciro Immobile verpflichtet Borussia einen Spieler, der zwar nicht die technische Klasse Lewandowskis besitzt. Aber Immobile gilt als sehr robust und sowohl beidfüßig als auch dribbelstark. Seine in der abgelaufenen Saison erzielten 22 Treffer (darunter kein Elfmeter) sprechen bezüglich seiner Knipser-Qualitäten eine eindeutige Sprache. Zudem ist Immobile sehr variabel und kann sowohl auf den Flügeln als auch im Sturmzentrum eingesetzt werden.

Vor seiner Zeit beim FC Turin spielte Dortmunds „Neuer“ als Juve-Leihgabe beim italienischen Zweitligisten Pescara, den er in der Saison 2011/2012 mit 28 Treffern in 37 Spielen zum Aufstieg in die Serie A ballerte. Von dort wurde er zum CFC Genua ausgeliehen, wo er in 33 Spielen fast immer als Joker zum Einsatz kam und fünfmal traf. Im Sommer 2013 ging es für den Stürmer weiter zum FC Turin. Mit dem Wechsel nach Dortmund hofft Immobile nun auf das Ende seiner „Odyssee“ und verbindet mit dem Wechsel zum BVB auch die Hoffnung auf seinen internationalen Durchbruch.

Immobile im Dress der „Squadra Azzura“

Der 1,85 Meter große und 78 kg schwere Modell-Athlet gehört zum vorläufigen WM-Aufgebot Italiens und absolvierte gestern beim 0:0 gegen Irland sein zweites Länderspiel für die „Squadra Azzura“. Es gilt als sicher, daß Italiens Nationalcoach Cesare Prandelli während der WM nicht auf die Qualitäten Immobiles verzichten und ihn letztlich ins endgültige Aufgebot für die WM in Brasilien berufen wird.

Nach dem Südkoreaner Dong-Won Ji und dem Kolumbianer Adrian Ramos ist Immobile Borussias dritter Neuzugang für die kommende Saison. Geplant ist auf jeden Fall noch die Verpflichtung eines Defensiv-Allrounders. Hier gilt Freiburgs Nationalspieler Ginther als schwattgelber Wunschkandidat. Auch eine Rückholaktion Shinji Kagawas aus Manchester ist noch nicht endgültig vom Tisch.

Der BVB und seine Fans freuen sich auf die neuen Gesichter, werden alle mit offenen Armen empfangen und  ihnen dadurch das Einleben in ihrer neuen sportlichen Heimat erleichtern.

In diesem Sinne an alle „Neuen“: Herzlich willkommen beim geilsten Fußballverein der Welt!

BVB ist heiß auf den „Pott“

Der Zeitpunkt des Showdowns ist gekommen. Am Samstag abend treffen im Berliner Olympiastadion mit Borussia Dortmund und Bayern München die beiden nationalen Top-Teams im Finale um den DFB-Pokal aufeinander. 13 Spieler aus Jogi Löws vorläufigem WM-Kader tummeln sich auf dem Rasen, 76.000 Zuschauer bilden einen gebührenden Rahmen, 189 Länder sind live zugeschaltet, 802 Medienvertreter  akkreditiert. Für die zahlreichen öffentlichen und privaten Public Viewings zeigt sich – so die Prognosen –  der Wettergott von seiner besten Seite. Es ist also alles angerichtet für ein echtes Fußball-Fest.


Ein letztes Mal für Schwattgelb: Robert Lewandowski

Aufgrund der typisch hohen eigenen Erwartungshaltung stehen die Bayern unter großem Druck. Eine Saison „nur“ mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft zu beenden, entspricht nicht dem Anspruchsdenken des Rekordmeisters und -pokalsiegers. Das „Double“ sollte es da schon sein. Auch wenn sich beide Teams sportlich momentan auf Augenhöhe begegnen, liegt der psychologische Vorteil somit auf Seiten des im diesjährigen Wettbewerb noch gegentorlosen BVB. Und auch die Formkurve der vergangenen Wochen spricht klar für die Westfalen. So sehen es scheinbar auch die Leser des „kicker“, die Borussia Dortmund in einer Umfrage mit 75 % aller Stimmen für das Finale favorisieren.

Der Umfrage entsprechend – und somit ungewohnt kleinlaut – äußerten sich die Bayern im Vorfeld zum bevorstehenden prestigeträchtigen Duell mit ihrem Erzrivalen, der sich anders als andere Teams in der Vergangenheit, partout nicht abschütteln lassen will. Die sonst so stark dosierten Giftpfeile blieben diesmal (allerdings beiderseits) fast vollständig aus. Thomas Müller sieht im neuen Pokalsieger, auch wenn er BVB heißen sollte, gar die momentan beste deutsche Vereinsmannschaft. Sein Teamkollege Franck Ribery mag nur bei einem Triumph seiner Farben von einer sehr guten Saison sprechen – andernfalls von einer „eher nicht guten“.

Kein Wiedersehen in Berlin: Mandzukic, Sokratis

Die Borussen jedenfalls sind heiß auf die Bayern und mehr als gewillt, den Triumph aus 2012 zu wiederholen. Damals gelang den Dortmundern ein beeindruckender 5:2-Erfolg, bei dem Robert Lewandowski einen Dreier-Pack schnürte. Und „Lewy“ dürfte diesmal besonders motiviert sein, denn der Pole will sich in seinem letzten Spiel im schwattgelben Trikot mit dem Gewinn des DFB-Pokals von den BVB-Fans verabschieden. Gegen seinen neuen Arbeitgeber. Wäre es nicht ohnehin ums Prinzip gegangen, so könnte sich die klare Verweigerung des BVB, mit Lewandowski ihren Weltklassestürmer schon vergangenen Sommer zum FC Bayern wechseln zu lassen, besonders im morgigen DFB-Pokalfinale nochmals richtig auszahlen.

Da Fußballer zu Aberglauben neigen, übernimmt Borussia die Abläufe zur Vorbereitung aufs Finale quasi eins zu eins aus dem Jahr 2012. „Wir machen alles so wie damals“, bestätigte Sportdirektor Michael Zorc. Das gilt auch für die Unterkunft. Wie 2012 residiert der BVB im noblen Schloßhotel Grunewald, dem Quartier der deutschen Nationalmannschaft aus Tagen der WM 2006.

Die Startformation, mit der Jürgen Klopp das Finale angehen wird, ergibt sich quasi von allein. Zwar ist der BVB-Coach immer für eine Überraschung gut. Doch ist das Finale zu bedeutend, als daß Kloppo einen möglichen Triumph durch personelle Vabanque-Spiele gefährden würde. Somit scheint lediglich die Besetzung der Sechser-Position(en) völlig offen. Vertraut Klopp eher der jugendlichen Unbekümmertheit eines Milos Jojic oder der großen Erfahrung und Routine seines Kapitäns Sebastian Kehl? Vertraut er eher dem zuletzt überspielt wirkenden Nuri Sahin oder dem in der Rückrunde sehr präsenten Oliver Kirch?

Fest steht leider, daß Borussia auf seinen etatmäßigen Reservekeeper verzichten muß. Für Mitch Langerak, der sich eine Kreuzband-Dehnung zuzog, sitzt mit Zlatan Alomerovic der Stammkeeper der U23 als Weidenfeller-Ersatz auf der BVB-Bank. Außerdem fehlen der Borussia weiterhin die Langzeitverletzten Subotic, Gündogan, Blaszczykowski und Bender.

Klopps Kollege Guardiola verzichtet dagegen freiwillig und völlig überraschend auf seinen Top-Torjäger Mario Mandzukic. Der Kroate flog nicht mit nach Berlin. Die Gründe für diese Maßnahme wollte Guardiola nicht weiter erörtern. Allerdings sorgt der Coach mit dieser Personalie für neue Unruhe im Bayern-Umfeld und öffnet wild wuchernden Spekulationen Tür und Tor. Neben dem Kroaten fehlen dem Rekordmeister der langzeitverletzte Holger Badstuber sowie Bastian Schweinsteiger und Thiago Alcantara.

Spannend – und für den Spielausgang entscheidend – wird zu beobachten sein, welche der beiden aufeinanderprallenden Spielphilosophien sich durchsetzt. Klopps aggressives Pressing mit extrem schnellem Umschaltspiel oder Guardiolas bis zum Exzess praktizierter und auf eigenen Ballbesitz ausgerichteter Matchplan.

Über mangelnde Unterstützung kann sich Borussia wie gewohnt nicht beklagen. 50.000 BVB-Fans in Berlin sowie zig Tausende in der heimischen Westfalenhalle und der Dortmunder City bilden ein einzigartiges schwattgelbes Band der Sympathie und Begeisterung. Auf der Welle dieses unbezahlbar wichtigen Faustpfands sollen die Borussen zum vierten Gewinn des DFB-Pokals getragen werden. Als gutes Omen könnte man deuten, daß es nun schon jubiläumsverdächtige 25 Jahre her ist, daß der BVB mit einem 4:1-Finalsieg in Berlin gegen Werder Bremen eine bis heute anhaltende Phase der Begeisterung und Euphorie rund um Borussia Dortmund begründete.

Mein Tipp:

Borussia gewinnt mit 3:1. Robert Lewandowski verabschiedet sich mit zwei Toren und dem Gewinn des DFB-Pokals vom BVB.

Die möglichen Aufstellungen:

BVB: Weidenfeller – Piszczek, Sokratis, Hummels, Schmelzer – Sahin (Kirch), Jojic (Kehl) – Mkhitaryan, Reus, Großkreutz – Lewandowski.

BAYERN: Neuer – Rafinha, Boateng, Dante, Alaba – Javi Martinez, Lahm – Robben, Kroos, Ribery (Götze) – Müller.

SCHIEDSRICHTER: Florian Meyer (Burgdorf)

Klopps Forderung: 70-Punkte-Marke knacken

Für neutrale Beobachter mag das letzte Bundesligaspiel des BVB bei Hertha BSC Berlin ein Spiel um die „Goldene Ananas“ sein. Für Jürgen Klopp ist es das jedoch keineswegs. Dortmunds Coach erwartet von seiner Mannschaft einen Sieg beim Aufsteiger, um die 70-Punkte-Marke in der Bundesliga zu knacken. Mit dieser Forderung unterstreicht der BVB-Coach seinen Anspruch, jedes Spiel – und sei es scheinbar noch so bedeutungslos – unbedingt gewinnen zu wollen. Zudem will sich Borussia für die unglückliche 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren und eine gelungene Generalprobe fürs Pokalfinale gegen Bayern München feiern.

Will 71 Punkte: Jürgen Klopp

„Ich will die 71 Punkte“, unterstrich Jürgen Klopp während der PK zum Hertha-Spiel nochmal deutlich die Erwartungen an seine Schwattgelben. Dortmunds Trainer verfolgt mit dieser Forderung zwei Ziele: zum einen soll die Konzentration für das Pokalfinale aufrecht erhalten werden. Zum anderen will Klopp die zuletzt eingeschlagene stabile Erfolgsspur kurz vor dem Saisonhöhepunkt nicht mehr verlassen.

Im Mittelpunkt des öffentlichen und des medialen Interesses dürfte am Samstagnachmittag jedoch die Frage stehen, ob es Robert Lewandowski in seinem letzten Bundesligaspiel für den BVB gelingt, sich mit einem oder mehreren Treffern die begehrte Torjägerkanone zu holen und den individuell durchaus bedeutsamen Titel des Torschützenkönigs zu ergattern.

Für seinen scheidenden Torjäger weicht Klopp dabei ausnahmsweise von seinem Grundsatz, den Mannschaftserfolg immer über den eines einzelnen Spielers zu stellen, ab. Die „Stallorder“ des BVB-Coaches lautet: Sollte der Borussia ein Strafstoß zugesprochen werden, erhält Lewandowski diesmal den Vortritt gegenüber dem eigentlich gesetzten Elfmeter-Schützen Marco Reus. Was allerdings passiert, sollten im Falle eines Falles beide Spieler im Torjäger-Ranking gleichauf liegen, ließ Klopp offen.

An die Adresse des zukünftigen BVB-Stürmers Adrian Ramos, der sich mit 16 Treffern ebenfalls noch Hoffnungen auf die Torjäger-Krone macht, sendete Klopp – allerdings augenzwinkernd – mahnende Worte. „Sollte Adrian dreimal treffen, wäre ich ziemlich sauer auf ihn.“

Stallorder: Reus übergibt den „Elfmeter-Stab“ an Lewandowski

Was den schwattgelben Personalstand für den Saison-Ausklang betrifft, scheint das Spiel für Sven Bender nach auskurierter Verletzung zu früh zu kommen. Es würde schlicht und einfach auch keinen Sinn machen, den Nationalspieler dem unnötigen Risiko eines eventuellen  Rückschlags auszusetzen. Oliver Kirch nach Virusinfekt und Sebastian Kehl nach auskuriertem Muskelfaserriß stehen dagegen wieder zur Verfügung.

Um für das Pokalfinale möglichst viele Akteure mit Spielrhythmus optional zur Verfügung zu haben, ließ Klopp durchklingen, all denen zu Spielpraxis verhelfen zu wollen, die zuletzt gar nicht oder nur sporadisch zum Einsatz kamen. So dürften sich vor allem Jonas Hofmann, Pierre-Emerick Aubameyang, Sebastian Kehl und Manuel Friedrich gute Chancen ausrechnen, in Berlin mindestens eine Halbzeit zum Zuge zu kommen.

Rein statistisch kommt es am Samstagnachmittag zum 27. Bundesliga-Duell beider Klubs in der Bundeshauptstadt. Siebenmal gelang dem BVB dabei ein Sieg, siebenmal ein Remis. Zwölfmal behielt Hertha daheim gegen die Borussia die Oberhand.

Die PK mit Jürgen Klopp zum Spiel bei Hertha BSC (präsentiert von SportLiveDortmund)

Mein Tipp: Borussia revanchiert sich für die Hinspielniederlage mit einem 3:1-Sieg.

Die möglichen Aufstellungen:

HERTHA: Kraft – Pekarik, Langkamp, Brooks, van den Bergh – Hosogai, Kobiashvili – Allagui, Skjelbred, Ben-Hatira – Ramos.

BVB: Weidenfeller – Piszczek, Sokratis (Friedrich), Hummels, Schmelzer – Jojic (Kirch), Sahin (Kehl) – Mkhitaryan (Aubameyang), Reus, Großkreutz (Hofmann) – Lewandowski.

Löw nominiert BVB-Sixpack

Der Bundestrainer hat sich entschieden. Mit der Bekanntgabe des vorläufigen 30köpfigen WM-Kaders läutete der Bundestrainer die erste heiße Phase für die WM 2014 ein. Dabei baut der Bundes-Jogi auf einen Block aus Spielern von Bayern München und Borussia Dortmund. Sieben Bayern und sechs Dortmunder bilden das Gros des Aufgebots, das Jogi Löw nach dem Länderspiel gegen Polen auf 26 und nach dem WM-Trainingslager am 2. Juni nochmals auf 23 Spieler reduzieren wird. Das schwattgelbe „Sixpack“ hat dabei sehr gute Chancen, zum endgültigen Kader zu gehören und bei der WM in Brasilien dabei zu sein.

Kader-Überraschung: Erik Durm

Am überraschendsten kam die Nominierung sicherlich für Erik Durm. Während sowohl Roman Weidenfeller als auch Mats Hummels, Marcel Schmelzer, Kevin Großkreutz und Marco Reus mit ihrer Nominierung rechnen durften, kommt die Berufung des 21jährigen Shootingstars durchaus unerwartet. Zwar hatten sich viele „Experten“ (u.a. Lothar Matthäus) im Vorfeld der Kader-Bekanntgabe für den jungen Dortmunder stark gemacht  – doch wer den Bundestrainer kennt, weiß, daß sich dieser nur wenig um solche Ratschläge schert.

Nach derzeitigem Stand der Dinge scheint Durm gar bessere Karten bezüglich einer WM-Teilnahme zu besitzen als Marcel Schmelzer. Zwar ist durchaus denkbar, daß Löw beide BVB-Linksverteidiger mit nach Brasilien nimmt – doch könnte das von der Personalie Sami Khedira abhängen.

Sollte der Real-Madrid-Star nach langer Verletzung in den Tagen des DFB-Trainingslagers Fitness und Form nachweisen und zum endgültigen 23-Mann-Kader zählen, gilt es als wahrscheinlich, daß Joachim Löw seinen Kapitän Philipp Lahm als Außenverteidiger einplanen und einen der anderen Außenverteidiger aus dem Aufgebot streichen wird. Momentan könnte Löw den jungen Durm aufgrund dessen körperlicher Fitness und der zuletzt gezeigten Form gegenüber Schmelzer favorisieren. Für „Schmelle“ spricht dagegen nach wie vor seine mittlerweile große internationale Erfahrung.

Nominiert: Kevin Großkreutz

Alle anderen Borussen gelten als sichere Kader-Mitglieder der deutschen Elite-Auswahl am Zuckerhut. Aufgrund seiner Vielseitigkeit winkt dabei dem von Löw lange ignorierten Kevin Großkreutz gar ein Platz in der Startformation – entweder als Rechtsverteidiger für den je nach taktischer Ausrichtung auf der Sechs agierenden Lahm oder sogar als ernsthafte Option für die Position des Linksverteidigers.

In der Startelf des ersten Gruppenspiels gegen Portugal sollten definitiv Mats Hummels als einer von zwei Innenverteidigern sowie Marco Reus auf einer der vier Offensiv-Positionen stehen. Dagegen dürfte die Stunde von Roman Weidenfeller nur dann schlagen, wenn sich der als Nummer eins gesetzte Manuel Neuer verletzt oder aufgrund einer Sperre ausfallen sollte.

Feste Größe: Marco Reus

Joachim Löw wird seine BVB-Kandidaten sowohl im letzten Bundesligaspiel bei Hertha BSC als auch im DFB-Pokalfinale gegen Bayern München ganz genau beobachten. Somit bekommt das Duell am 17. Mai  mit dem süddeutschen Rekordmeister für sechs Borussen eine zusätzliche Note unter dem Motto „Schaulaufen für Jogi“.

Zwei andere Borussen, die lange Zeit als sichere WM-Teilnehmer galten, dürften dem Turnier in Südamerika mit großer Wehmut entgegensehen. Auf den seit zehn Monaten aufgrund ständig anhaltender Rückenprobleme ausfallenden Ilkay Gündogan verzichtet Löw nur schweren Herzens. Dem Lenker und Strategen des Dortmunder Spiels hätte wohl ein Stammplatz im deutschen Team gewunken.

 

Wackelkandidat? Marcel Schmelzer

Und auch für Sven Bender platzte nach langer Verletzungspause der Traum von der WM-Teilnahme. „Iron Manni“ besaß im Gegensatz zu seinem bei Bayer Leverkusen spielenden Zwillingsbruder Lars zwar nur Außenseiter-Chancen im Kampf um die Kader-Plätze. Doch seinen Platz kampflos einem anderen überlassen zu müssen, entspricht so gar nicht dem Anspruchsdenken der Kämpfernatur des als Zuverlässigkeit in Person geltenden Dortmunder „Staubsaugers“.

Zum Glück gilt sowohl für Gündogan als auch für Bender – beide sind noch jung und besitzen mehr als nur die Perspektive, bei den nächsten Turnieren für Deutschland am Ball zu sein.

Die Kadernominierung – präsentiert vom hr fernsehen

Lewy´s Ziele: Kanone und Pokal

Die Verabschiedung durch die Fans fiel emotionaler aus als erwartet. Jürgen Klopp bedankte sich tief bewegt in der Pressekonferenz nach dem Hoffenheim-Spiel bei allen, die daran mitgewirkt und somit ihren Dank und ihren Respekt gegenüber dem scheidenden Robert Lewandowski in großartiger Art und Weise zum Ausdruck gebracht hatten.

Ein sichtlich berührter Lewandowski nach seinem letzten Heimspiel

Der im Sommer zum Erzrivalen Bayern München wechselnde polnische Torjäger  zeigte sich von den von tosendem Applaus begleiteten Standing Ovations und Sprechchören der schwattgelben Fan-Gemeinde nach dem Schlußpfiff durchaus bewegt und beeindruckt. Allein vor der gigantischen Südtribüne des Westfalenstadions stehend applaudierte Lewy respektvoll zurück und verneigte sich vor den Fans der Borussia. „Was heute im Stadion passiert ist, ist einfach unglaublich. Der Applaus der Menschen war der Wahnsinn“, ließ ein sichtlich gerührter Lewandowski die sich nach seiner Gefühlswelt erkundigenden Medienvertreter wissen.

In der Tat kann man die Huldigungen als höchste Wertschätzung der schwattgelben Fan-Gemeinde vor Lewandowskis Verdiensten und Leistungen für ihren BVB werten. Eine innige Liebe wie zu früheren Publikumslieblingen wie Chapuisat oder Dede gab es zwischen Fans und dem eher introvertierten Lewandowski allerdings nie – es war eher eine auf gegenseitigem Respekt  basierende vierjährige Beziehung.

Im Gegensatz zu Mario Götze, der den BVB im vergangenen Sommer ebenfalls Richtung München verlassen hatte, nimmt der Großteil der Dortmunder Anhängerschaft dem Polen seinen Wechsel nicht wirklich übel. Vom ehemals heiß geliebten Götze fühlten sich die Borussen-Fans dagegen berechtigterweise regelrecht hinters Licht geführt und im Stich gelassen. Schließlich hatte der Jungstar kurz vor Bekanntmachung des Wechsels noch alle wissen lassen, wie sehr sein Herz an Dortmund und dem BVB hänge.

Solche Treueschwüre und Versprechungen gab es von Lewandowski nie. Zwar wurde sein Wechsel-Poker vor dieser Saison vom Dortmunder Umfeld mit großer Enttäuschung registriert und kommentiert. Doch anders als Götze spielte der Pole immer mit offenen Karten und machte aus seinen Wechselabsichten nie einen Hehl. Zudem wiederlegte Lewy im Laufe der Saison eindrucksvoll all diejenigen, die ihm von vornherein unterstellten, er werde in seinem letzten BVB-Jahr nicht mehr sein volles Leistungspotential abrufen, weil gedanklich längst in München.

Der emotionale Abschied vom eigenen Publikum jedenfalls wird Lewandowski nochmal zusätzlich beflügeln. Schließlich verfolgt der in seiner Dortmunder Zeit zum Weltklasse-Stürmer gereifte polnische Nationalspieler in den ausstehenden beiden Spielen im schwattgelben Trikot noch zwei große Ziele. Ausgerechnet die Bundeshauptstadt Berlin könnte dabei für Lewy die Bühne für einen großen BVB-Saison-Showdown werden.

Im letzten Bundesliga-Spiel der laufenden Saison bei Hertha BSC greift Lewandowski nach der Torjäger-Kanone und liefert sich dabei ein Fernduell mit Bayerns Mario Mandzukic. Beide Stürmer haben 18 Treffer auf ihrem Konto.

Eine Woche später folgt mit dem DFB-Pokalfinale gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber Bayern München dann der absolute Saison-Höhepunkt. Sollte ausgerechnet Lewandowski in diesem Finale ein entscheidender Treffer gelingen, wäre das nicht nur die absolute Krönung seiner mit zwei Meisterschaften und dann zwei Pokalsiegen dekorierten vierjährigen Zeit bei Borussia Dortmund. Es käme einem Unsterblichkeits-Status des Polen in den Herzen der BVB-Fans gleich.